Zusammenschluss mit TÜV NORD: Aufbruch zu neuen Ufern - TÜV SÜD erwirtschaftet im Geschäftsjahr 2006 viertes Rekordergebnis in Folge

Als Aufbruch zu neuen Ufern bezeichnet der Vorstandsvorsitzende der TÜV SÜD AG, Dr.-Ing. Peter Hupfer, den zum Jahresende 2007 vorgesehenen Zusammenschluss seines Unternehmens mit der TÜV NORD AG. Aufsichtsräte und Vorstände verständigten sich inzwischen dahingehend, auf der Grundlage eines Grundsatzvertrages, die Unternehmen unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch das Bundeskartellamt bis zum Jahresende zusammenzuführen. Mit einem Jahresumsatz von über 1,8 Mrd. € und rund 18.000 Beschäftigten wäre die neue TÜV-Organisation weltweit die Nummer Zwei der Branche. „In Anbetracht eines sich weiter verschärfenden globalen Wettbewerbs und der bis 2008 erfolgten Liberalisierung des nationalen Industriegeschäfts sind wir dann hervorragend aufgestellt“, betonte Hupfer am Montag auf der Bilanzpressekonferenz von TÜV SÜD in München. Im Geschäftsjahr 2006 erwirtschaftete TÜV SÜD sein viertes Rekordergebnis in Folge: Während der Konzernumsatz um 13 Prozent auf 1,168 Mrd. € (Vorjahr: 1,034 Mrd. €) zunahm, stieg das Ergebnis vor Ertragssteuern noch einmal um 14 Prozent auf 126,2 Mio. € (Vorjahr: 110,4 Mio. €).
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Als Aufbruch zu neuen Ufern bezeichnet der Vorstandsvorsitzende der TÜV SÜD AG, Dr.-Ing. Peter Hupfer, den zum Jahresende 2007 vorgesehenen Zusammenschluss seines Unternehmens mit der TÜV NORD AG. Aufsichtsräte und Vorstände verständigten sich inzwischen dahingehend, auf der Grundlage eines Grundsatzvertrages, die Unternehmen unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch das Bundeskartellamt bis zum Jahresende zusammenzuführen. Mit einem Jahresumsatz von über 1,8 Mrd. € und rund 18.000 Beschäftigten wäre die neue TÜV-Organisation weltweit die Nummer Zwei der Branche. „In Anbetracht eines sich weiter verschärfenden globalen Wettbewerbs und der bis 2008 erfolgten Liberalisierung des nationalen Industriegeschäfts sind wir dann hervorragend aufgestellt“, betonte Hupfer am Montag auf der Bilanzpressekonferenz von TÜV SÜD in München. Im Geschäftsjahr 2006 erwirtschaftete TÜV SÜD sein viertes Rekordergebnis in Folge: Während der Konzernumsatz um 13 Prozent auf 1,168 Mrd. € (Vorjahr: 1,034 Mrd. €) zunahm, stieg das Ergebnis vor Ertragssteuern noch einmal um 14 Prozent auf 126,2 Mio. € (Vorjahr: 110,4 Mio. €).

„Mit seiner ‚Mehr Wert’-Strategie zählt TÜV SÜD zu den erfolgreichsten Dienstleistungsunternehmen weltweit. Unsere Kunden würdigen unser Marktprofil als engagierter und verantwortungsbewusster Prozesspartner, der für seine Auftraggeber überall auf der Welt mehr Sicherheit und wirtschaftlichen Mehrwert schafft“, so Hupfer. Auf Grund hoher, unternehmerischer Investitionen vor allem in Firmenakquisitionen und Beteiligungen ging die bereinigte Umsatzrendite im Geschäftsjahr 2006 leicht auf 9,7 Prozent zurück (Vorjahr: 10,5 Prozent). Ein Viertel ihres Konzernumsatzes erwirtschaftet die ertragsstärkste TÜV-Organisation inzwischen außerhalb des Heimatmarkts.

502 neue Arbeitsplätze und hohe Erfolgsprämien für die Belegschaft

TÜV SÜD beschäftigte im Jahresdurchschnitt 2006 teilzeitbereinigt 10.863 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – 1.216 mehr als im Jahr zuvor. Der Zuwachs ist im Wesentlichen auf Zukäufe zurückzuführen. „Dennoch haben wir aus eigener Kraft immerhin 502 neue Arbeitsplätze schaffen können“, betonte Hupfer. Die TÜV SÜD-Beschäftigten werden auch in diesem Jahr wieder mit hohen Leistungsprämien unmittelbar am Erfolg der Unternehmensgruppe beteiligt. In Summe machen sie fast vier Prozent des Konzernumsatzes aus. Vom Umsatzwachstum in Höhe von 134 Mio. € sind rund 65 Mio. € auf Veränderungen des Konsolidierungskreises zurückzuführen. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um Zukäufe wie die PSB Unternehmensgruppe in Singapur und den Prüfdienstleister EST Testing Solutions Inc. in Michigan (USA), das APZ Auto-Pflege-Zentrum in Darmstadt und die MPU GmbH in Recklinghausen. Nach den Worten von TÜV SÜD-Finanzvorstand Dr. Peter Klein betrug das operative Wachstum 6,6 Prozent und habe damit über Plan gelegen.

Wachstumsraten in Amerika und Asien durch Zukäufe besonders hoch

Während die TÜV SÜD AG im Berichtsjahr 75,9 Prozent ihres Umsatzes in Deutschland und 11,6 Prozent im europäischen Ausland erwirtschaftete, entfielen 8,3 Prozent auf den Wirtschaftsraum Asien und 3,7 Prozent auf die NAFTA-Region. Mit einem Plus von 50 beziehungsweise 72 Prozent fiel das Umsatzwachstum in Amerika und Asien besonders hoch aus. „Natürlich spielen auch bei diesen Zahlen Zukäufe eine ausschlaggebende Rolle“, sagte Finanzvorstand Dr. Peter Klein, betonte aber, dass TÜV SÜD in Amerika um 25, in Europa um neun und in Asien um zehn Prozent organisch gewachsen sei. Mit einem Umsatzanteil von 552 Mio. € (= 47,2 Prozent) ist das Strategische Geschäftsfeld INDUSTRIE das größte im TÜV SÜD-Verbund gefolgt von den Strategischen Geschäftsfeldern MOBILITÄT mit 433 Mio. € (= 37,1 Prozent) und MENSCH mit 178 Mio. € (= 15,3 Prozent).

„Unsere Kernkompetenzen Beraten, Testen, Zertifizieren und Ausbilden reichen inzwischen weit über das traditionelle technische Umfeld hinaus“, betonte TÜV SÜD-Vorstandsvorsitzender Dr.-Ing. Peter Hupfer. TÜV SÜD kümmere sich in zunehmendem Maße auch um den Menschen als entscheidenden Faktor für wirtschaftlichen Erfolg. „Wir bilden weiter, qualifizieren für spezielle Berufe und beraten Unternehmen bei der Gestaltung von Arbeitsplätzen und Arbeitsabläufen“, so Hupfer. Dass TÜV SÜD auch auf diesem neuen Gebiet erfolgreich aufgestellt sei, belege die Umsatzentwicklung des Strategischen Geschäftsfelds MENSCH mit einem Plus von 28 Prozent eindrucksvoll.

Kostenstrukturen immer wieder überprüfen

Nach den Worten von Finanzvorstand Dr. Peter Klein ist TÜV SÜD ein kerngesundes Unternehmen, das in den vergangenen Jahren eine beeindruckende Performance gezeigt habe. Im Berichtsjahr sei der Cashflow um 5,6 Prozent auf 122 Mio. € gestiegen. „Wir werden die erfolgreiche Strategie des ertragreichen Wachstums konsequent fortsetzen“, kündigte Klein an. Dazu zähle auch, die Kostenstrukturen immer wieder auf ihre Wettbewerbsfähigkeit hin zu überprüfen. Dies gelte insbesondere im Hinblick auf die weitere Marktliberalisierung ab 2008.

Mit Hochdruck bereitet sich TÜV SÜD derzeit auf die Übernahme der Fahrzeug-Hauptuntersuchungen nach deutschem Vorbild in der Türkei vor. Nachdem die zuständigen Gerichte Klagen gegen das Privatisierungsverfahren der türkischen Regierung abgewiesen hatten, baut TÜV SÜD gemeinsam mit seinen Partnern DOGUS und AKFEN in den kommenden Monaten ein landesweites Netz von fast 200 stationären Service-Centern auf. Hinzu kommen 40 mobile Prüfanlagen. Die Perspektiven für TÜVTURK, unter deren Dach TÜV SÜD, DOGUS und AKFEN ihre Aktivitäten gebündelt haben, bezeichnete Hupfer als hervorragend: Zurzeit seien dort rund zehn Millionen Kraftfahrzeuge zugelassen. Nach Branchenhochrechnungen werde der Bestand jährlich um etwa sieben Prozent wachsen.

Zusammenschluss von TÜV SÜD und TÜV NORD bietet viele Vorteile

In einer verstärkten Positionierung gegenüber dem Wettbewerber, einem einheitlichen Marktauftritt, der Verdichtung der nationalen und internationalen Standorte, der gemeinsamen Nutzung von Ressourcen und Know-how sowie der Vermeidung von Doppelausgaben für Investitionen, Innovationen und Technologien sieht TÜV SÜD-Chef Hupfer die wesentlichen Vorteile des geplanten Zusammenschlusses mit TÜV NORD. „Wir wären dann in Deutschland Marktführer und mit einem flächendeckenden Netzwerk präsent“, sagte Hupfer vor dem Hintergrund der weiteren Marktliberalisierung. Der Name der neuen TÜV-Organisation steht noch nicht fest. „Er muss ebenso wie viele andere Dinge in den kommenden Wochen und Monaten sorgfältig erarbeitet werden“, sagte Hupfer.

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