Zahl der Verkehrstoten sinkt auf Tiefststand

Weniger Tote, weniger Verletzte: Die aktuellen Zahlen zu Unfällen im Straßenverkehr 2010 sind deutlich. Der Rückgang bei der Zahl der Verkehrstoten ist besonders erfreulich: Dieser Wert sank um 12 Prozent. Steigend war alleine die Zahl der Unfälle.
Bei 25 Prozent aller Verkehrstoten in Europa war Alkohol im Spiel (Foto: Fotolia/Schmidtchen)
Immer weniger Verkehrstote in Deutschland: Die Zahl sank erneut deutlich. Dennoch kommen rund zehn Menschen pro Tag im Straßenverkehr ums Leben. (Foto: Rainer Schmittchen/Fotolia)

Gute Nachrichten aus Wiesbaden: Das Statistische Bundesamt Destatis veröffentlichte nun die aktuellsten Zahlen zu Verkehrstoten und -verletzten im vergangenen Jahr. 2010 kamen auf Deutschlands Straßen 3657 Menschen zu Tode, das ist ein Rückgang um 12 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der positive Trend hält schon länger an, hat sich nun aber nochmals verstärkt. Und auch bei der Zahl der Verletzten können die Statistiker Erfreuliches berichten: Hier verzeichnen sie einen Rückgang um 6,5 Prozent auf rund 371.700.

Mehr Unfälle - aber nur mit Sachschaden

Bei aller Freude bleibt aber die Tatsache bestehen, dass rund 10 Menschen täglich im Straßenverkehr ums Leben kommen und mehr als 1000 verletzt werden. Und ein weiterer Wert trübt die Freude etwas. Die Zahl der Verkehrsunfälle stieg 2010 an. Die Polizei registrierte eine Zunahme um 3,8 Prozent. Allerdings steigt alleine die Zahl der Unfälle mit Sachschäden. Unfälle, bei denen Menschen zu Schaden kamen, gibt es weniger: Destatis meldet hier einen Rückgang um 7,1 Prozent auf 288.800. Die Fachleute in Wiesbaden führen die gestiegene Zahl der Unfälle mit Sachschäden auf die winterlichen Witterungsverhältnisse Anfang 2010 zurück.

Erfreuliche Zahlen aus den Ländern

Der Blick in die Bundesländer zeigt: In keinem Land stieg die Zahl der Verkehrstoten. Alleine in Bremen stagnierte sie. Den größten Rückgang vermeldeten Hamburg (- 33 Prozent), Mecklenburg-Vorpommern (- 30 Prozent und Schleswig-Holstein (- 23 Prozent).

Blick in die Statistik

Die Zahlen bedeuten, dass pro einer Millionen Einwohner in Deutschland 45 Personen im Straßenverkehr ums Leben kommen. Über dem Durchschnittswert für den Bund liegen leider immer noch die Länder Brandenburg (76), Sachsen-Anhalt (67) und Mecklenburg-Vorpommern (65).

Engagement des VdTÜV

Der VdTÜV und seine Mitglieder engagieren sich auf ganz vielfältige Art und Weise für mehr Verkehrssicherheit. Dabei kümmern sie sich nicht nur um die reine technische Sicherheit von Fahrzeugen, jedem Autofahrer als Hauptuntersuchung bekannt. Auch im Bereich der Verkehrspsychologie und der modernen Führerscheinprüfung sind der VdTÜV und seine Mitglieder aktiv. Erstunterzeichner der Verkehrssicherheitscharta

Europäische Verkehrssicherheitscharta

Ausdruck des umfassenden Engagements ist zudem, dass der VdTÜV zu den Unterzeichnern der Europäischen Verkehrssicherheitscharta gehört - und das bereits zum zweiten Mal. Bereits 2004 hatte die EU-Kommission dieses Programm aufgelegt, um Mitgliedstaaten, Verbände, Kommunen, Forschungseinrichtungen und Unternehmen zu noch mehr Einsatz im Bereich Verkehrssicherheit zu bewegen. So soll die Zahl der Verkehrstoten in der EU gesenkt werden. Der VdTÜV gehörte in Dublin zu den Erstunterzeichnern der Charta.

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