Weniger Medizinisch-Psychologische Untersuchungen als im Vorjahr

Die Zahl der Verkehrsteilnehmer, die im Jahr 2014 zur Medizinisch-Psychologischen Untersuchung (MPU) mussten, sank gegenüber dem Vorjahr um rund drei Prozent. Insgesamt 91.536 Personen (2013: 94.819) mussten sich im Rahmen der MPU begutachten lassen. Dies ergab die bundesweite Auswertung der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt).
MPU
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Es gab bei den MPU-Ergebnissen kaum Veränderungen gegenüber 2013. Über 58 Prozent aller begutachteten Personen wurden als „geeignet“, rund 35 Prozent als „ungeeignet“ und knapp sieben Prozent als „nachschulungsfähig“ beurteilt.

Die Zahl der Begutachtungen, bei denen Alkoholfragestellungen Inhalt der Untersuchung waren, ist 2014 mit fast sechs Prozent rückläufig. Mit 44.632 Untersuchungen ist dies erstmals weniger als die Hälfte aller Begutachtungen. Dennoch bilden mit insgesamt 48 Prozent die Alkoholfragestellungen nach wie vor die stärkste Anlassgruppe der MPU-Gutachten, von denen der größte Anteil der Personen erstmalig mit Alkohol aufgefallen war. Die drogenbezogenen Untersuchungsanlässe inkl. Medikamente bilden die zweitgrößte Gruppe mit 23 Prozent, gefolgt von Verkehrsauffälligkeiten ohne Alkohol (16 Prozent).

Die Begutachtungsstellen für Fahreignung bei den TÜV unterstützen Autofahrer beim Wiedererlangen der Fahrerlaubnis. Bestehen von Seiten der Führerscheinstelle Zweifel an der Kraftfahreignung, kann ein verkehrsmedizinisches Gutachten oder auch eine Medizinisch-Psychologische Untersuchung (MPU) angeordnet werden. Die MPU bietet die Chance, Zweifel an der Fahreignung auszuräumen und den Führerschein wieder zurück zu erhalten.

Der Verband der TÜV e. V. hatte im Herbst 2013 eine repräsentative Umfrage vom Umfragezentrum Bonn zum Image der MPU durchführen lassen. Das Ergebnis: Das Image der MPU ist sehr gut. Große Teile der Bevölkerung wünschen sich ein Instrument wie die MPU, um diejenigen Fahrer zu identifizieren, die nicht zu einer verantwortungsvollen Teilnahme im Straßenverkehr in der Lage sind. Die TÜV haben gemeinsam eine Website mit Informationen rund um die MPU erstellt, die Betroffenen und Interessierten erste aufkommende Fragen beantworten soll. Auch weiterführende TÜV-Ansprechpartner werden benannt.

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