Verkehrstoten-Statistik 2012: Historischer Tiefstand erreicht

Gute Zahlen aus Wiesbaden: Das Statistische Bundesamt hat die Verkehrsunfallzahlen für 2012 bekannt gegeben. Die Zahl der Verkehrstoten ist auf ein historisches Tief gefallen: 3606 Menschen kamen ums Leben. Das ist ein neuer Rekord, seit Einführung der Statistik waren es noch nie so wenige. Gegenüber dem Jahr 2011 bedeutet die Zahl einen Rückgang um 10,1 Prozent.
Verkehrsunfall (© PIXELIO)
Verkehrsunfall (© PIXELIO)

Allerdings heißt die Zahl auch, dass immer noch zehn Menschen pro Tag im Straßenverkehr in Deutschland ums Leben kommen. Es gibt also überhaupt keinen Grund, die Hände in den Schoß zu legen und sich mit dem Erreichten zufrieden zu geben.

Der VdTÜV und seine Mitglieder werden sich auch weiterhin aktiv für noch mehr Verkehrssicherheit engagieren: Dazu gehören die praktische und theoretische Fahrerlaubnisprüfung, die technischen Untersuchungen von Fahrzeugen, die zahlreichen verkehrspsychologischen Dienstleistungen und die Veranstaltung von wissenschaftlichen Fachkongressen zur Sicherheit im Straßenverkehr. Im Rahmen seiner Gremienarbeit sorgt der Verband für einen konstanten Erfahrungsaustausch seiner Mitglieder rund um die Verkehrssicherheitsthemen.

Der Rückgang der Zahl der Verkehrstoten ist ein weiterer Ansporn für diese Arbeit. Dennoch bleibt viel zu tun, die Zahl von 3606 Toten ist noch immer viel zu hoch. Als Hauptursache für schwere Verkehrsunfälle gilt immer noch überhöhte Geschwindigkeit, auch Alkohol und Drogen spielen eine große Rolle.

Im Jahr 2011 war die Zahl der Verkehrstoten erstmals seit Jahren wieder angestiegen. Ein Erfolg ist, dass die Zahl für 2012 nun nicht nur unter das erhöhte Niveau von 2011 fiel, sondern auch unter den vorherigen Rekordwert von 2010. Damals kamen 3648 Menschen im Straßenverkehr ums Leben. Beim Blick auf die Bundesländer fällt auf, dass der Rückgang bei der Zahl der Verunglückten – also Verletzte und Tote – im Straßenverkehr in Thüringen (- 7 %), Mecklenburg-Vorpommern (- 5,8 %) und Rheinland-Pfalz (- 5,1 %) besonders deutlich ausfiel. Auch die Zahl der Unfälle ging 2012 deutschlandweit um 2,9 % auf 209100 zurück. (Jan Schepmann)

Ansprechpartner

Referent Fahrerlaubnis, Begutachtung und Förderung der Fahreignung
T +49 30 760095-480