VdTÜV: Verkehrsteilnehmer sollten alle zwei Jahre zum freiwilligen Sehtest

Volle Sehkraft ist für Verkehrsteilnehmer besonders wichtig. Die meisten Sinneseindrücke kommen über die Augen. Alle zwei Jahre sollte man daher einen Sehcheck machen. Der VdTÜV beteiligt sich nun an einer Aktion, die den freiwilligen Sehtest unterstützt.
Ein Plakat der Aktion Sehcheck. Der VdTÜV beteiligt sich an der Verkehrssicherheitskampagne. (Foto: KGS)
Ein Plakat der Aktion Sehcheck. Der VdTÜV beteiligt sich an der Verkehrssicherheitskampagne. (Foto: KGS)

Im Zweijahres-Rhythmus sollten alle Verkehrsteilnehmer freiwillig ihre Augen überprüfen lassen. So lautet die Empfehlung des Kuratoriums Gutes Sehen e.V. (KGS), für die ab 22. September 2009 wieder im Rahmen einer Verkehrssicherheitskampagne geworben wird. Kooperationspartner der bundesweiten Plakataktion für kostenfreie Sehtests sind der Verband der TÜV e.V. (VdTÜV), der Automobilclub von Deutschland (AvD), der BKK Bundesverband und die Zeitschrift „Auto Bild“.

Fatale Folgen

„Bei einer Gefahrenbremsung kann allein eine verzögerte Reaktion im Bereich einer halben Sekunde fatale Folgen haben“, erläutert Dr. Klaus Brüggemann, Geschäftsführendes Präsidiumsmitglied des VdTÜV in Berlin. „Das Auto wird alle zwei Jahre bei der Hauptuntersuchung genau unter die Lupe genommen, auf freiwilliger Basis sollte das auch für die Augen der Verkehrsteilnehmer gelten“, erklärt Dr. Brüggemann. Ein einwandfreier technischer Zustand der Fahrzeuge und die optimale Fitness der Autofahrer gehen Hand in Hand. Das gilt vor allem für die Sehkraft. „Um den freiwilligen Sehcheck nicht zu vergessen, bietet es sich an, diesen immer dann zu machen, wenn die Hauptuntersuchung für das Auto ansteht“, erläutert Dr. Brüggemann.

85 Prozent der Sinneseindrücke werden über Augen aufgenommen

Der Start der KGS-Aktion fällt auf den Beginn der dunklen Jahreszeit. Über Presse, Großflächenplakate und Hörfunk macht die Kampagne ab dem 22. September 2009 auf das Problem nachlassender Sehschärfe aufmerksam. Bei Nebel, Regen und früh hereinbrechender Dämmerung treten Sehschwächen deutlich zu Tage und sind besonders gefährlich. Aber auch ganzjährig stellen Sehschwächen eine erhebliche Unfallursache dar. Bei der Mehrzahl aller Unfälle spielt menschliches Versagen eine Rolle. Nach Schätzungen des Bundesverbands der Augenärzte (BVA) sind rund 300.000 Verkehrsunfälle pro Jahr auf schlechtes Sehen zurückzuführen. Rund 85 Prozent aller Sinneseindrücke werden über die Augen aufgenommen.

Sehkraft lässt schleichend nach

Nur wer Gefahrensituationen schnell und richtig erkennen kann, ist in der Lage, sicher zu reagieren. Doch mit der Sehgesundheit der Deutschen ist es nicht weit her. Das Institut Allensbach fertigte hierzu eine repräsentative Studie an. Circa 20 Prozent der Nicht-Brillenträger und 30 Prozent der Brillenträger geben dabei an, dass sie nach eigener Einschätzung einen Sehtest nicht bestehen würden. Weil die Sehkraft schleichend nachlässt und Sehfehler dadurch unbemerkt bleiben, ist die bei einem Sehtest objektiv ermittelte Sehschärfe oftmals noch schlechter als dies der subjektive Eindruck vermittelt.

Aktion bis Ende Oktober

Bis zum 31. Oktober 2009 beteiligen sich bundesweit Augenoptiker mit kostenlosen Sehtests an der Aktion.

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