TÜV SÜD zertifiziert Netzverträglichkeit von Stromerzeugern

Windparks, Solaranlagen und Biogasanlagen: Die Stromeinspeisung in die Netze wird immer dezentraler. Wichtig ist dabei eine hohe Stabilität. Nur dann wird die Energiewende gelingen. TÜV SÜD zertifiziert nun die Netzverträglichkeit der neuen Stromerzeuger.
Die Einspeisung von Energie ins Netz wird künftig immer dezentraler sein. Vor allem Windparks und Solaranlagen sorgen dafür. TÜV SÜD zertifizeirt nun deren Netzverträglichkeit. (Foto: mys/Fotolia)
Die Einspeisung von Energie ins Netz wird künftig immer dezentraler sein. Vor allem Windparks und Solaranlagen sorgen dafür. TÜV SÜD zertifizeirt nun deren Netzverträglichkeit. (Foto: mys/Fotolia)

Mit der Energiewende und dem Ausbau der Erneuerbaren Energien werden immer mehr dezentrale Energieerzeuger an das Stromnetz angeschlossen. Voraussetzung für den Anschluss ist der Nachweis zur Netzverträglichkeit. Betroffen sind vor allem Windparks und Solaranlagen mit ihren witterungsbedingt fluktuierenden Einspeisemengen – künftig auch Biogasanlagen oder Blockheizkraftwerke (BHKW). TÜV SÜD Industrie Service hat jetzt die Akkreditierung zur Zertifizierung dieser Anlagen erhalten.

Empfehlung der Fördergemeinschaft

Die Deutsche Akkreditierungsstelle (DAkkS) hat die TÜV SÜD-Zertifizierungsstelle für Netzverträglichkeit zur Prüfung von Energieerzeugungsanlagen und -einheiten zugelassen. Zudem ist TÜV SÜD bei der Fördergemeinschaft Wind und andere Erneuerbare Energien e.V. (FGW) als Zertifizierstelle empfohlen worden. „Damit haben wir alle Voraussetzungen, um die Netzverträglichkeit von neuen Windparks und Photovoltaik-Anlagen bestätigen zu können“, sagt Dieter Rosenwirth, Zertifizierungsexperte bei TÜV SÜD Industrie Service. In Zukunft wird das Spektrum auch die Zertifizierung von Biogasanlagen und Blockheizkraftwerken umfassen.

Netzstabilität spielt immer größere Rolle

Die Voraussetzung für den Anschluss von Erneuerbare-Energien-Anlagen an das deutsche Stromnetz sind anlagen- und typenspezifische Zertifikate, welche die elektrischen Eigenschaften der Erzeugungseinheit und der Erzeugungsanlage ausweisen. Geprüft werden Grundanforderungen wie Kurzschlussfestigkeit, Dauerstrombelastbarkeit und die Regelung der Wirk- und Blindleistung. Außerdem muss das angemessene Verhalten des Stromerzeugers im Netzfehlerfall – beispielsweise einem Spannungseinbruch – sichergestellt sein.

Auswirkungen von Ausfällen müssen überschaubar bleiben

„Weil auf Basis des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes (EEG) immer mehr Stromerzeuger in das Netz integriert werden, wird sich die Aufmerksamkeit künftig noch stärker auf die Netzstabilität als Grundpfeiler der Versorgungssicherheit richten“, erklärt Dieter Rosenwirth. „Neue Anlagen müssen aktiv dazu beitragen, die Spannung und Frequenz im Netz stabil zu halten. Wenn Einspeiseleistung ausfällt, muss die Entkopplung der Anlagen übergeordnet geregelt werden, damit es zu keiner sich ausbreitenden Netzstörung kommt.“

Zertifizierung nach Richtlinien

Die Zertifizierung für den Anschluss an das Mittelspannungsnetz erfolgt auf Basis der BDEW-Richtlinie und für das Hoch- und Höchstspannungsnetz auf Basis des so genannten TransmissionCode 2007.

Ansprechpartner

Referent Fahrerlaubnis, Bildung und Personalentwicklung, Begutachtung und Förderung der Fahreignung
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