TÜV SÜD setzt harten Kurs gegen Produktpiraten fort

Produktfälschungen und auch die Fälschungen von Prüfzeichen sind eine Gefahr. Vor allem für die Verbraucher bergen unsichere Sägen, Ventilatoren oder Toaster ein enormes Risiko. Daher setzt sich TÜV SÜD engagiert für den Kampf gegen Plagiate ein.
TÜV SÜD kämpft unvermindert gegen Fälschungen. Die treffen nicht nur Produkte, sondern auch Prüfzeichen. Opfer sind auch die Verbraucher. (Foto: Daniel Ernst/Fotolia)
TÜV SÜD kämpft unvermindert gegen Fälschungen. Die treffen nicht nur Produkte, sondern auch Prüfzeichen. Opfer sind auch die Verbraucher. (Foto: Daniel Ernst/Fotolia)

Nach einer kriminalpolizeilichen Beschlagnahmeaktion im Frankfurter Ostend geht der Kampf von TÜV SÜD gegen Produktpiraterie unvermindert weiter. Bei der Aktion wurden über 12.000 Produkte gefunden, die auch gefälschte Prüfzeichen von TÜV SÜD aufwiesen. Seit 2009 ist TÜV SÜD in mehr als 500 Fällen gegen Prüfzeichenfälscher vorgegangen, wobei rund 100.000 Produkte aus dem Verkehr gezogen wurden.

Generatoren, Pizzapfannen und Kettensägen

Die Kriminalpolizei wertet die Aktion im Frankfurter Ostend als großen Schlag gegen einen international agierenden Plagiate-Handel. Insgesamt wurden 5.800 Generatoren, 3.000 Pizzapfannen, 2.000 Kettensägen, 1.100 Werkzeugkoffer und weitere Artikel wie Gartensets und Ventilatoren sichergestellt. Die Produkte waren unter anderem mit gefälschten GS-Zeichen (Geprüfte Sicherheit) und gefälschten Prüfzeichen von TÜV SÜD ausgestattet. „Das bestätigt uns in unserer Entschlossenheit, den Kampf gegen Prüfzeichenfälscher mit einer Null-Toleranz-Strategie fortzusetzen“, sagt Joachim Birnthaler, Sprecher der Geschäftsführung der TÜV SÜD Product Service GmbH. „Dabei haben wir nicht nur den Schutz unserer Prüfzeichen und unserer Marke im Blick, sondern vor allem auch den Schutz der Verbraucher vor minderwertigen oder gefährlichen Produkten.“

Risiken für Verbraucher

Nach Einschätzung der Polizei und der TÜV SÜD-Experten hätte die Verwendung der in Frankfurt beschlagnahmten Produkte für Verbraucher eine konkrete Gefahr bedeutet. „Produktpiraten unterlaufen die gesetzlichen Vorgaben für sicherheitsrelevante Prüfungen, beispielsweise nach dem deutschen Geräte- und Produktsicherheitsgesetz oder nach der europäischen Maschinenrichtlinie“, so Birnthaler. So gelangten immer wieder nicht geprüfte und risikobehaftete Produkte in den Markt.

Zusätzliche Aktivitäten von TÜV SÜD

Um dieses Problem in den Griff zu bekommen, müssten Markeninhaber, Verbände und Behörden zusammenarbeiten – auf nationaler wie internationaler Ebene. Birnthaler: „Wir gehen gegen die kriminellen Machenschaften auch im internationalen Verbund der Certification Industry Against Counterfeiting (CIAC) vor, die von Interpol koordiniert wird.“ Zwar liege die Kontrolle in der Verantwortung von Zoll und nationalen Marktaufsichtsbehörden, aber TÜV SÜD habe zusätzliche Aktivitäten zum Schutz der eigenen Marke entwickelt. Dazu gehören Kontrollen von Aktionsangeboten des Handels, gezielte Online-Fahndungsmaßnahmen beim Internet-Handel sowie eine Datenbank mit gültigen TÜV SÜD-Zertifikaten und die „Schwarze Liste“ von Produkten mit gefälschten Prüfzeichen. Die Datenbank und die „Schwarze Liste“ sind im Internet zu finden, der Link steht unten.

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