TÜV SÜD: Pollen-Staub regelmäßig vom Auto entfernen

Nun sind wieder besonders viele Pollen unterwegs. Das ist ein Problem für die Verkehrssicherheit. Allergiker sollten bei einem akuten Schub besser rechts ranfahren. Alle Autofahrer müssen für klare Sicht sorgen. Und der Fahrzeuglack freut sich über regelmäßige Pflege.
Klare Sicht: Besonders im Frühjahr legen sich Blütenstaub und Pollen auf die Windschutzscheibe des Autos. Die Fahrer sollten für einwandfreie Sicht sorgen - vor jeder Fahrt. (Foto: gourmecana/Fotolia)
Klare Sicht: Besonders im Frühjahr legen sich Blütenstaub und Pollen auf die Windschutzscheibe des Autos. Die Fahrer sollten für einwandfreie Sicht sorgen - vor jeder Fahrt. (Foto: gourmecana/Fotolia)

Pollenalarm auf der ganzen Linie. Darunter leiden derzeit nicht nur Allergiker, sondern auch die Autos: Dick mit Blütenstaub gepudert stehen die Fahrzeuge am Straßenrand. Das kann durchaus zu Schäden am Lack führen. Zwar ist der Pollenstaub weniger aggressiv als beispielsweise Vogelkot, man sollte ihn aber regelmäßig entfernen: „Haftet der Pollenstaub dem Lack zu lange an, kann dies zu Schäden führen", warnt Volker Krause vom Auto Pflege Zentrum Darmstadt (APZ), einer Tochtergesellschaft von TÜV SÜD.

Allergiker müssen vorsichtig sein

Worauf es bei verschärftem Pollenflug ankommt, dazu hat TÜV SÜD die wichtigsten Tipps zusammengefasst.Jeder fünfte Erwachsene in Deutschland ist nach Erkenntnissen der Mediziner von Heuschnupfen geplagt. Die meisten Allergiker reagieren auf die Pollen von Bäumen, Sträuchern, Gräsern, Kräutern oder von Getreidesorten. Die Heuschnupfensaison dauert im schlimmsten Falle also von Februar bis Oktober. Die meisten Allergiker trifft es aber jetzt im Frühjahr und Frühsommer – und das birgt deutlich Gefahren am Steuer. Oberstes Gebot ist dabei: Wer am Steuer von einem „Allergie-Schub" überrascht wird, sollte die Fahrt aus Sicherheitsgründen sofort abbrechen oder zumindest unterbrechen.

Pollenfilter einbauen

Vermindern lässt sich das Risiko, dass es am Steuer zu einem Allergie-Schub kommt, durch den Einbau eines Pollenfilters. Viele aktuelle Automodelle sind mit diesem ab Werk ausgestattet, sollte dies nicht der Fall sein, empfiehlt sich eine Nachrüstung. Wechseln sollte man den Filter erfahrungsgemäß nach etwa 15.000 Kilometern. Allerdings nutzt auch der beste Pollenfilter nichts, wenn man mit geöffneten Fenstern oder offenem Schiebedach unterwegs ist. Hier heißt es für Allergiker – auch wenn es bei schönem Frühlingswetter schwer fällt: Schotten dicht.

Klare Sicht ist Pflicht

Einer der größten Gefahrenpunkte im Zusammenhang mit Pollenflug besteht in der Schlierenbildung beim Säubern der Windschutzscheibe. Soll die Fahrt nicht zum Blindflug werden, sollten die Scheiben vor dem Losfahren gesäubert werden. Nicht hilfreich ist hier – wie auch zum Entfernen von Insektenleichen – wenn sich noch Frostschutzmittel in der Wischwasseranlage befindet. Hier empfiehlt TÜV SÜD den Einsatz von Sommerscheibenreiniger.

Alle 14 Tage waschen

Mit Blick auf die Fahrzeugpflege empfehlen TÜV SÜD-Experten, das Auto etwa alle 14 Tage waschen zu lassen, denn die zähe Pollenschmiere kann den Lack beschädigen: „Die Gefahr für den Lack ist zwar nicht so groß wie bei Vogelkot, der schon nach zwei oder drei Tagen zu Verätzungen führen kann, man sollte das Auto in der Phase intensiven Pollenflugs aber regelmäßig waschen", empfiehlt Volker Krause.

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