TÜV SÜD ist bestes Verifizierungsunternehmen für Klimaschutzprojekte

Klimaschutzprojekte nach dem Kyoto-Protokoll müssen verifiziert sein. Egal, ob es sich dabei um Wasserkraftwerke oder Wiederaufforstungsprojekte handelt. TÜV SÜD erhielt nun eine Auszeichnung in diesem Bereich.
Die Verifizierung von TÜV SÜD für Klimaschutzprojekte erhielt nun eine Auszeichnung. (Foto: Daniel Schoenen/Fotolia)
Die Verifizierung von TÜV SÜD für Klimaschutzprojekte erhielt nun eine Auszeichnung. (Foto: Daniel Schoenen/Fotolia)

Die Leser des britischen Wirtschaftsmagazins “Environmental Finance” haben TÜV SÜD zum besten Verifizierungsunternehmen für Klimaschutzprojekte nach dem Kyoto-Protokoll gewählt. In den vergangenen acht Jahren haben die Emissionshandelsexperten des TÜV SÜD mehr als 1.200 Projekte auf Basis des Kyoto-Protokolls bearbeitet. Damit ein Klimaschutzabkommen funktionieren kann, sind nach Ansicht von TÜV SÜD klare Regeln und verlässliche Rahmenbedingungen für alle Beteiligten erforderlich.

Wahl bestätigt Qualität

“Die Wahl zum besten Verifizierungsunternehmen ist eine wichtige Bestätigung für die Qualität unserer Arbeit”, sagt Dr. Peter Langer, Sprecher der Geschäftsführung der TÜV SÜD Industrie Service GmbH. Die mehr als 1.200 von den Emissionshandelsexperten begleiteten Projekte weisen eine beeindruckende Erfolgsbilanz auf: 97,37 Prozent wurden bei den Vereinten Nationen registriert.

Zwei Instrumente

Die Umsetzung von Klimaschutzprojekten nach dem Kyoto-Protokoll basiert auf den beiden projektbezogenen Instrumenten des Clean Development Mechanism (CDM) für Projekte in Entwicklungsländern und der Joint Implementation (JI) für Projekte in Industriestaaten. “Wir waren als erstes Unternehmen für alle 15 Scopes des CDM akkreditiert”, berichtet Dr. Sven Kolmetz, Leiter der Abteilung Carbon Management Service von TÜV SÜD Industrie Service.

Weltweite Projekte

“Inzwischen haben wir mehr als 1.100 CDM-Projekte und etwa 100 JI-Projekte auf der ganzen Welt bearbeitet - von Wasserkraftwerken in Asien bis zu Wiederaufforstungsprojekten in Südamerika. Unsere Erfahrungen aus diesen Projekten haben wir laufend in die Weiterentwicklung und Konkretisierung der Kyoto-Mechanismen und vor allem des CDM eingebracht”, erklärt Dr. Kolmetz. Der Emissionshandelsexperte sieht durchaus Bedarf an einer weiteren Überarbeitung des CDM, aber grundsätzliche Diskussionen über das System dürften nicht allein auf dem Rücken der Verifizierungsunternehmen ausgetragen werden. “Um unsere Aufgabe im Kyoto-System ordentlich erfüllen zu können“, so Dr. Kolmetz, „brauchen wir klare Regeln und verlässliche Rahmenbedingungen”.

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