Winterreifen mit mindestens vier Millimeter Profiltiefe verwenden

Klare Faustregel: Im Oktober sollten Autofahrer die Winterreifen aufziehen und diese bis Ostern nutzen. Vor der Montage sind aber einige Dinge zu beachten: Profiltiefe, mögliche Beschädigungen und das Alter der Pneus spielen eine gewichtige Rolle bei der Sicherheit.
Reifen Winter
© Miredi - www.fotolia.com

Es ist ein jährlich wiederkehrendes Bild: Autofahrer, die von einem plötzlichen Wintereinbruch überrascht werden und auf spiegelglatter Straße die Kontrolle über ihr Fahrzeug verlieren. Ein Grund dafür: Viele Autofahrer verzichten darauf, ihr Fahrzeug mit Winterreifen auszurüsten oder warten zu lange mit dem Wechsel. Ein riskantes Spiel, denn auf vereisten Flächen verlieren Sommerreifen schnell die Bodenhaftung. Auch Antiblockiersystem und elektronische Stabilitätsprogramme bleiben dann wirkungslos.

Bessere Haftung

Durch ihr stärkeres Profil sowie die auf die Kälte angepasste Gummimischung von mindestens vier Millimetern haften dagegen Winterreifen bei Schnee und Eis erheblich besser auf der Fahrbahn. „Man sollte im Oktober beim Auto auf Winterreifen wechseln und diese bis Ostern nutzen“, sagt Hans-Ulrich Sander, Kraftfahrtexperte von TÜV Rheinland. Damit sind Fahrer dann auch rechtlich auf der sicheren Seite, denn der Gesetzgeber schreibt eine den Witterungsverhältnissen angemessene Bereifung vor.

Diese Reifen dürfen aufs Auto

In den neuen Zulassungsbescheinigungen wird nur noch eine Reifengröße aufgeführt. Gefahren werden dürfen jedoch alle die Reifengrößen, die bei der Erteilung der Betriebserlaubnis positiv geprüft wurden. Welche Größen das sind, ist in der Übereinstimmungserklärung (CoC-Papier) aufgeführt. Wenn diese Erklärung nicht vorliegt, kann jede Technische Prüfstelle der TÜV einen Vordruck erstellen, in dem fahrzeugspezifisch die Serienreifen aufgeführt sind.

Augen auf: Profiltiefe und Alter

Vor der Montage sollten Autofahrer die Winterreifen genau prüfen. Reifen mit Rissen oder Beulen, Pneus mit einem Profil von unter vier Millimeter und Reifen, die älter sind als sechs Jahre, geben keine ausreichende Sicherheit mehr. Das Alter lässt sich mit Hilfe der „DOT-Kennziffer“ auf der Seitenwand ermitteln. Die ersten beiden Ziffern stehen für die Produktionswoche, die letzten beiden für das Jahr. Bei Fremdkörpern im Reifen sollte eine Fachwerkstatt den Reifen überprüfen. Außerdem ist nach der langen Lagerzeit eine Kontrolle des Luftdrucks notwendig. Für die Demontage und Lagerung der Sommerreifen ist Folgendes zu beachten: Vor dem Abnehmen die Reifen mit Kreide beschriften: VR = vorne rechts; VL = vorne links; HR = hinten rechts; HL = hinten links. Die Pneus trocken, kühl und dunkel getrennt von Ölen, Benzin und Fetten lagern. Kontakt mit diesen Stoffen macht das Gummi brüchig.

Zusatzinformationen

Ansprechpartner

Referent Fahrerlaubnis, Bildung und Personalentwicklung, Begutachtung und Förderung der Fahreignung
T +49 30 760095-480