TÜV-Report 2008: Mängelquote stark rückläufig

Die Quote der erheblichen Mängel ist von 18,2 Prozent auf 15,7 Prozent gesunken. Fahrzeuge deutscher Hersteller sind in allen Jahrgängen auf den vorderen Plätzen am häufigsten vertreten, gefolgt von den Japanern. Dies geht aus dem AUTO BILD TÜV-Report 2008 hervor, der heute in Berlin der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Rund sieben Millionen Hauptuntersuchungen von insgesamt 194 Modellen wurden für den größten deutschen Gebrauchtwagenreport ausgewertet. Spitzenreiter bei den Fahrzeugen mit den wenigsten Mängeln in der Altersklasse der zwei bis dreijährigen Pkw wurden Mazda 3 und Mazda 2. Der AUTO BILD TÜV-Report erscheint am Freitag, dem 18. Januar 2008 und ist für 3,90 Euro im Zeitschriftenhandel und an jeder TÜV-Station erhältlich.
TÜV-Report 2008: Mängelquote stark rückläufig

Die Quote der erheblichen Mängel ist von 18,2 Prozent auf 15,7 Prozent gesunken. Fahrzeuge deutscher Hersteller sind in allen Jahrgängen auf den vorderen Plätzen am häufigsten vertreten, gefolgt von den Japanern. Dies geht aus dem AUTO BILD TÜV-Report 2008 hervor, der heute in Berlin der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Rund sieben Millionen Hauptuntersuchungen von insgesamt 194 Modellen wurden für den größten deutschen Gebrauchtwagenreport ausgewertet. Spitzenreiter bei den Fahrzeugen mit den wenigsten Mängeln in der Altersklasse der zwei bis dreijährigen Pkw wurden Mazda 3 und Mazda 2. Der AUTO BILD TÜV-Report erscheint am Freitag, dem 18. Januar 2008 und ist für 3,90 Euro im Zeitschriftenhandel und an jeder TÜV-Station erhältlich.

Erfreut über die rückläufige Mängelquote zeigte sich Dr. Klaus Brüggemann, Geschäftsführendes Präsidiumsmitglied des Verbandes der TÜV e.V. (VdTÜV): „Die Mängelquote ist in allen Altersgruppen auf das Niveau von 2001 gesunken. Autofahrer scheinen Wartung und Pflege ihrer Fahrzeuge wieder mehr Bedeutung beizumessen, außerdem sind neue Modelle bei ihrer Markteinführung deutlich besser geworden. Das zeigen die niedrigeren Mängelquoten bei der ersten Hauptuntersuchung nach den ersten drei Jahren.“ Auch wenn immer noch jedes sechste Auto wegen technischer Mängel die Plakette nicht bekommt, zeichnet sich ein positiver Trend ab. „Hochgerechnet auf den Gesamtfahrzeugbestand ist die Zahl der Fahrzeuge mit erheblichen Mängeln um eine Million auf 7,3 Millionen gesunken,“ so Dr. Brüggemann.

Knapp die Hälfte der geprüften Fahrzeuge war nicht in technisch einwandfreiem Zustand: 15,7 Prozent mussten zunächst in die Werkstatt, bevor sie eine Plakette erhielten und bei 33,5 Prozent der Fahrzeuge wurden zumindest leichte Mängel festgestellt. 4,8 Prozent aller zwei bis drei Jahre alten Fahrzeuge nahmen mit erheblichen Mängeln am Straßenverkehr teil (2007: 5,9 Prozent). Die Quote für die vier- bis fünf-jährigen Pkw liegt bei 8,9 Prozent (2007: 10,7 Prozent), die sechs- bis siebenjährigen Pkw schneiden mit 13,3 Prozent ab (2007: 15,8 Prozent), gefolgt von 18,1 Prozent (2007: 21,4 Prozent) bei den acht- bis neunjährigen Pkw und 22,5 Prozent (2006: 26,3 Prozent) bei den zehn- bis elfjährigen Veteranen.

Mit Blick auf die sinkende Mängelquote im TÜV Report 2008 hob Dr. Brüggemann den wichtigen Beitrag zu Verkehrssicherheit und Umweltschutz hervor, den die Prüforganisationen durch den regelmäßigen Termin der Hauptuntersuchung leisten. „Autofahrer haben dadurch einen wichtigen Anreiz, ihre Fahrzeuge in einem guten Zustand zu erhalten und gleichzeitig bekommt die Automobilindustrie wertvolle Hinweise zu Verbesserungspotenzialen während der gesamten Lebensdauer ihrer Flotten“, erläuterte das VdTÜV-Präsidiumsmitglied.

Schlechte Noten für die Beleuchtung

Besondere Sorge bereiten den TÜV-Experten die Mängel bei der Beleuchtung: Über ein Viertel aller zehn- bis elfjährigen Veteranen wiesen hier Mängel auf, selbst bei 7,9 Prozent der zwei- bis dreijährigen Fahrzeuge traten bereits Defekte in den Beleuchtungsanlagen auf. Auch die hohe Mängelquote am Fahrwerk, vor allem bei älteren Fahrzeugen, stellt ein erhebliches Verkehrsrisiko dar. Eine Umweltbelastung bedeuten hauptsächlich Ölverlust an Antrieb und Motor sowie häufige Schäden an Auspuffanlagen.

Deutsche und japanische Fahrzeuge an der Spitze

Insgesamt wurden für den TÜV-Report 2008 sieben Millionen Hauptuntersuchungen von 194 Pkw-Modellen ausgewertet und entlang der vorgeschriebenen Prüfintervalle dokumentiert. Auch 2008 setzt sich der Trend fort, nach dem sich deutsche und japanische Fabrikate die ersten Ränge teilen: Unter den 25 Fahrzeugtypen der jeweils fünf Bestplatzierten in den einzelnen Altersgruppen liegen die deutschen Modelle mit 14 Fabrikaten vorne, gefolgt von Japan mit zwölf Fabrikaten. Mazda eroberte mit dem „Mazda 3“ und dem „Mazda 2“ die beiden ersten Plätze in der Altersgruppe der Zwei- bis Dreijährigen und erhält vom VdTÜV die „Goldene Plakette“. „Bei beiden Modellen fällt die Quote erheblicher Mängel mit 1,2 beziehungsweise 1,4 Prozent erfreulich niedrig aus,“ erläuterte Chefredakteur Rainer Strang. Von den deutschen Marken konnte sich Porsche insgesamt sieben Mal unter den 25 Fahrzeugtypen der jeweils fünf Bestplatzierten positionieren. Schlechte Noten erhielt der Kia Carnival: Bereits jedes fünfte Fahrzeug musste schon nach der ersten HU zunächst in die Werkstatt, bevor eine Plakette erteilt werden konnte.