TÜV NORD Gruppe erweitert Windenergie-Engagement in Asien

In China findet ein massiver Ausbau der Stromerzeugung aus Windenergie statt. Die TÜV NORD Gruppe ist über ihre Tochter TÜV NORD SysTec vor Ort und unterstützt die Betreiber und Hersteller der Anlagen. Auch andere asiatische Länder wollen Ingenieurdienstleistungen aus Deutschland.
Die TÜV NORD Gruppe engagiert sich im Windenergie-Markt Asiens. (Foto: pixelio)
Die TÜV NORD Gruppe engagiert sich im Windenergie-Markt Asiens. (Foto: pixelio)

Ende 2008 waren in China Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von über 12 Gigawatt installiert. Davon sind rund 6 Gigawatt alleine 2008 errichtet worden. Damit ist das Land einer der weltweit größten Wachstumsmärkte im Windenergie-Sektor. Aus diesem Grund baut TÜV NORD SysTec das Engagement im Bereich Windenergie in Asien aus – mit Erfolg. In Zukunft sollen Dienstleistungen zur Typen- und Projektzertifizierung von Windkraftanlagen verstärkt chinesischen Unternehmen angeboten werden. Weitere Länder wie Korea, Thailand und Taiwan haben ebenfalls Bedarf an Ingenieurdienstleistungen aus Deutschland, erste Kontakte wurden bereits geknüpft.

Unterstützung auch durch Standortgutachten

„Wir stellen eine deutlich erhöhte Nachfrage nach unserem Know-how für die Qualitässicherung bei Windprojekten fest“, sagt Holger Hoffmann, in der TÜV NORD Gruppe zuständig für die Geschäftsfeldentwicklung Neue Energien. Zur Zielgruppe zählen Hersteller von Windkraftanlagen, Zulieferer von Rotorblättern und Getrieben. Planer, Projektentwickler und Investoren werden darüber hinaus künftig mit Standortgutachten unterstützt.

Intensive Vorbereitung der Mitarbeiter

Für die geplante Geschäftsausweitung wurden die Mitarbeiter der lokalen TÜV NORD Gesellschaften intensiv auf die neue Vertriebsaufgabe vorbereitet. Ziel dabei ist es, Synergien mit bestehenden Aktivitäten im Zusammenhang mit Clean Development Mechanisms (CDM) zu nutzen. Im April hatten Fachleute von TÜV NORD Systems ihre Dienstleistungen während der Chinese Wind Energy Expo (CWWE) in Shanghai einem breiten Fachpublikum präsentiert. Neben der Typenzertifizierung an Windenergieanlagen und deren Hauptkomponenten wie Rotorblätter oder Getriebe verfügt die TÜV NORD Gruppe über umfangreiche Erfahrungen bei der Standortbeurteilung von Windkraftprojekten sowie der Bauüberwachung.

Fachgespräche im Rahmen des Kongresses

„Durch die Unterstützung unserer Kollegen vor Ort findet ein reger Austausch mit bestehenden und potenziellen Kunden über den chinesischen Markt und deren Projekte statt“, so Hoffmann. Zahlreiche Fachgespräche wurden insbesondere im Anschluss des Vortrages geführt, der im begleitenden Konferenzprogramm von Hoffmann und Dr. Lars Sitzki, Leiter der Abteilung Dynamische Systeme von TÜV NORD SysTec gehalten wurde. „Dort konnten wir dem Fachpublikum vermitteln, worauf es bei Planung, Errichtung und Betrieb von Windparks ankommt und wie TÜV NORD zu einer hohen Verfügbarkeit beitragen kann“, ergänzt Dr. Sitzki.

Erfolge auch in Taiwan

Jüngste Erfolge zeigen sich ebenfalls in Taiwan. Dort hielt SysTec ein zweitägiges Seminar für Fachleute aus der Windenergiebranche in Zusammenarbeit mit dem Taiwan Electric Research and Testing Center TERTEC und dem Bureau of Standards, Metrology and Inspection (BSMI). Das BSMI ist vergleichbar mit dem Deutschen Akkreditierungsrat DAR und arbeitet im Auftrag des Wirtschaftsministeriums von Taiwan für die Einhaltung internationaler Standards im Mess- und Inspektionswesen.

Auf Wachstumskurs

Die Ankündigung Chinas, seine Windenergie-Kapazität im kommenden Jahr auf 20 Gigawatt und bis 2020 sogar auf 100 Gigawatt auszubauen zeigt das Potenzial dieses Wachstumsmarktes. Die Bestrebungen, den Anteil der Stromgewinnung durch fossile Brennstoffe zugunsten sauberer, umweltverträglicher Energien zu reduzieren und gleichzeitig eine breitere Stromversorgung sicherzustellen sind wichtige Ansätze in der chinesischen Energiepolitik. Ein weiterer Treiber des innerchinesischen Windmarktes ist das Kyoto-Protokoll und die damit verbundenen Clean-Development Mechanisms.

Netze müssen sich noch beweisen

Was sich noch zeigen muss, ist in wieweit Chinas Netze dem Ausbau gewachsen sind und wie hoch die Verfügbarkeit der Anlagen insbesondere nach Ablauf der Gewährleistungszeit sein wird. „Wahrscheinlich konnte der Aufbau des Betriebs- und Servicebereiches bislang nicht mit dem Wachstum des Neuanlagengeschäftes mithalten“, so Hoffmann „hier sehen wir neue Potenziale für ein verstärktes Engagement der TÜV NORD Gruppe in China, denn nur Anlagen mit hoher Verfügbarkeit liefern den geforderten Return-on-Investment oder Carbon Credits.“

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