Großes Know-how für den Wandel in der Energiewirtschaft

Das Forum für Energiefachleute aus aller Welt organisieren BDI, dena und die Deutsche Messe. Im Rahmen der Hannover Messe wird der Vorsitzende des Vorstands der TÜV NORD AG, Dr. Guido Rettig, gemeinsam mit Spitzen der Energiewirtschaft und Industrie am Mittwoch, 23. April, die Herausforderungen und Chancen der dezentralen Energieerzeugung sowie des intelligenten Energiemanagements diskutieren.
Foto: (C) European Community
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Das Forum für Energiefachleute aus aller Welt organisieren BDI, dena und die Deutsche Messe. Im Rahmen der Hannover Messe wird der Vorsitzende des Vorstands der TÜV NORD AG, Dr. Guido Rettig, gemeinsam mit Spitzen der Energiewirtschaft und Industrie am Mittwoch, 23. April, die Herausforderungen und Chancen der dezentralen Energieerzeugung sowie des intelligenten Energiemanagements diskutieren.

Konventionelle Kraftwerke im Wandel

Die zentralen Herausforderungen der Kraftwerksbranche für die kommenden Jahre bestehen in der Realisierung einer Energieversorgung unter hohen Vorgaben zu Klimaverträglichkeit, Sicherheit, Verfügbarkeit und Wirtschaftlichkeit. Es werden neue Kraftwerke mit bisher nicht erreichten Wirkungsgraden gebaut. Großtechnische Anlagen mit CO2-Abscheidung sind in der Entwicklung. Erneuerbare Energien gewinnen an Bedeutung, Bestandskraftwerke werden modernisiert. Aktiver Gestalter dieses Erneuerungsprozesses sind Hersteller und Betreiber. Eine wichtige Rolle haben jedoch auch technische Dienstleister wie die TÜV NORD Gruppe, die einerseits im Rahmen ihrer klassischen Aufgaben als Benannte Stelle die Konformität der Beschaffenheit der Anlagen prüfen, als Zugelassene Überwachungsstelle die Zulässigkeit der Inbetriebnahme, des Betriebs und wiederkehrend die Sicherheit der Anlagen prüfen. „Darüber hinaus sind wir jedoch über den gesamten Lebenszyklus einer Anlage in vielen weiteren Bereichen tätig“, so Dr. Guido Rettig. „Wir bringen unsere über Jahrzehnte gewachsenen Erfahrungen in den anlaufenden Erneuerungsprozess ein und entwickeln sie in Hinblick auf neue Kraftwerkstechnologien weiter.“ Zu den ingenieurtechnischen Herausforderungen zählten nach seinen Worten neben anderen die Werkstoffeigenschaften im Hochtemperaturbereich so genannter Emax-Kraftwerke, die Auslegungsverfahren und Bauteilgestaltung, die Qualitätssicherung bei der weltweit verteilten Herstellung von Komponenten und ihrem Zusammenbau sowie die betriebsbegleitende Überwachung.

Neue Formen der Energieerzeugung gewinnen Bedeutung

Neben Sicherheitsaspekten dezentraler Stromerzeugungsanlagen mit Kraft-Wärme-Kopplung sind die Analyse der Wirtschaftlichkeit und der bedarfsgerechte Einsatz bedeutsam. Im Bereich regenerativer Energieerzeugung haben Biomasse- und Windenergieanlagen derzeit die größte Bedeutung. Standortbewertungen und Ertragsgutachten geben Aufschluss über die Wirtschaftlichkeit dieser Anlagen. Typprüfungen und Zertifizierungen minimieren Risiken, gerade bei Windenergieanlagen on- oder offshore. Bei der Zusammenschaltung dezentraler Anlagen zu virtuellen Kraftwerken kommt der Sicherheit und Verfügbarkeit der erforderlichen Kommunikationsnetze und der Software eine besondere Bedeutung zu.

„Energiemix wird vielschichtiger“

„Diese Entwicklungen werden zu einem immer vielschichtigeren Energiemix führen“, prognostiziert Dr. Guido Rettig. Die Komplexität der sicherheitsrelevanten Aspekte werde deutlich zunehmen, da bei der Beurteilung von Sicherheit und Verfügbarkeit viele Wechselwirkungen zu berücksichtigen seien. „Die TÜV NORD Gruppe hat diese Herausforderungen angenommen. Wir begleiten die Entwicklungsprozesse, um so unsere große Methoden- und Fachkompetenzen in diesem Bereich weiter auszubauen“, so Dr. Rettig weiter. „Durch unsere aktive Mitarbeit im Kompetenznetzwerk Kraftwerkstechnik NRW und im Centrum für Energietechnologie CEBra suchen wir den Dialog und die Zusammenarbeit mit den Treibern der technologischen Erneuerung im Bestreben, unser Dienstleistungsportfolio und unsere Erfahrungen in den Prozess einzubringen.“

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