Straßburg: EU-Parlament nimmt Verordnung zur Typgenehmigung von L-Fahrzeugen an

Das Europäische Parlament hat in Straßburg am 20. November in erster Lesung eine „Verordnung über die Genehmigung von zweirädrigen, dreirädrigen und vierrädrigen Fahrzeugen sowie über die entsprechende Marktüberwachung“ angenommen. Zwei- oder dreirädrige Fahrzeuge sollen damit sicherer und umweltfreundlicher werden, wenn die Vorschriften ab 2016 gelten. Die Vorschriften umfassen ebenfalls leichte und schwere Straßen-Quads und Vierradmobile.
Europa EU Karte
Europa (© Rozol - Fotolia.com)

Fahrzeuge überproportional häufig in Unfälle verwickelt

Diese Fahrzeuge sind überproportional häufig in Unfälle verwickelt. Ihre Fahrer zählen mit 16 Prozent zu den Straßenverkehrstoten in der EU, wobei sie nur zwei Prozent aller gefahrenen Kilometer ausmachen. Die EU will diese Fahrzeuge daher sicherer machen. So sollen künftig alle "schwereren" Motorräder (über 125 cm3) mit ABS ausgestattet werden, und die kleineren, inklusive Motorroller, mit ABS oder kombinierten Bremssystemen.

Fahrzeuge wenig umweltfreundlich

Auch die Umweltfreundlichkeit dieser Fahrzeuge lässt zu wünschen übrig. Der überproportional hohe Schadstoffausstoß soll sich ändern. Geht es nach dem Willen der Parlamentarier, gilt die Euro-4-Norm für Motorräder ab 2016 und für Mopeds ab 2017 und die Euro-5-Norm für alle zwei- oder dreirädrigen Fahrzeuge ab 2020.

Ob die Gesetzgebung in erster Lesung verabschiedet werden kann, hängt vom Rat ab, der als nächstes beraten wird.

Ansprechpartner

Senior Policy Officer Product Regulation & Digitisation
T +49 30 760095-470