Alle zwei Jahre freiwillig zum Sehtest

Alle zwei Jahre sollten alle Verkehrsteilnehmer freiwillig ihre Augen überprüfen lassen. So lautetet die Empfehlung des Kuratoriums Gutes Sehen e.V. (KGS), für die im Oktober 2008 wieder im Rahmen einer Verkehrssicherheitskampagne geworben wird. Die Aktion wird vom Verband der TÜV e.V., dem Automobilclub von Deutschland (AvD) und dem Südwestdeutschen Augenoptikerverband (SWAV) unterstützt.
Bild: Kuratorium Gutes Sehen
Bild: Kuratorium Gutes Sehen

Alle zwei Jahre sollten alle Verkehrsteilnehmer freiwillig ihre Augen überprüfen lassen. So lautetet die Empfehlung des Kuratoriums Gutes Sehen e.V. (KGS), für die im Oktober 2008 wieder im Rahmen einer Verkehrssicherheitskampagne geworben wird. Die Aktion wird vom Verband der TÜV e.V., dem Automobilclub von Deutschland (AvD) und dem Südwestdeutschen Augenoptikerverband (SWAV) unterstützt.

„Bei einer Gefahrenbremsung kann allein eine verzögerte Reaktion im Bereich einer halben Sekunde fatale Folgen haben“, erläutert Dr. Klaus Brüggemann, geschäftsführendes Präsidiumsmitglied des VdTÜV in Berlin. Ein einwandfreier technischer Zustand der Fahrzeuge und die optimale Fitness der Autofahrer gehen daher Hand in Hand. Das gilt vor allem für die Sehkraft. Dr. Brüggemann: „Wir empfehlen allen Autofahrerinnen und Autofahrern, freiwillig alle zwei Jahre zu einem Sehtest zu gehen.“

Der Start der KGS-Aktion fällt auf den Beginn der dunklen Jahreszeit. Bei Nebel, Regen und früh hereinbrechender Dämmerung treten Sehschwächen deutlich zu Tage und sind besonders gefährlich. Aber auch ganzjährig stellen Sehschwächen eine erhebliche Unfallursache dar. Bei der Mehrzahl aller Unfälle spielt menschliches Versagen eine Rolle. Nach Schätzungen des Bundesverbands der Augenärzte (BVA) sind rund 300.000 Verkehrsunfälle pro Jahr auf schlechtes Sehen zurückzuführen.

Rund 85 Prozent aller Sinneseindrücke werden über die Augen aufgenommen. Nur wer Gefahrensituationen schnell und richtig erkennen kann, ist in der Lage, sicher zu reagieren. Doch mit der Sehgesundheit der Deutschen ist es nicht weit her: Laut einer repräsentativen Studie des Instituts Allensbach zweifelt etwa jeder dritte Autofahrer an seiner Sehkraft. Weil die Sehkraft schleichend nachlässt und Sehfehler dadurch unbemerkt bleiben, ist die bei einem Sehtest objektiv ermittelte Sehschärfe oftmals noch schlechter als dies der subjektive Eindruck vermittelt.

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