TÜV Rheinland schafft mit starkem Wachstum 900 neue Arbeitsplätze

Rekordumsatz und neue Arbeitsplätze: Auf seiner Bilanz-Pressekonferenz legte der TÜV Rheinland die Zahlen des zurückliegenden Geschäftsjahres vor.
(C) TÜV Rheinland
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TÜV Rheinland schließt das Geschäftsjahr 2008 erneut mit Rekordergebnis ab. Der Umsatz durchbricht erstmals die Milliardengrenze und steigt auf 1,1 Milliarden Euro. Das entspricht einem Wachstum von 12 Prozent gegenüber 2007 (984,4 Mio. € Umsatz). Das Ergebnis vor Steuern steigt auf 71,6 Millionen Euro, die Umsatzrendite erreicht 6,5 Prozent. Zum besten Ergebnis der Unternehmensgeschichte trug sowohl die positive Entwicklung in Deutschland mit einem Umsatzplus von 10,8 Prozent als auch das Wachstum in den anderen 60 Ländern weltweit bei, in denen TÜV Rheinland mit eigenen Gesellschaften im Markt agiert. Das Auslandsgeschäft legte im Umsatz um 14,6 Prozent gegenüber 2007 zu. Erstmals bilanziert TÜV Rheinland das Jahr 2008 nach den internationalen Rechnungslegungsvorschriften IFRS (International Financial Reporting Standards).

Professor Dr.-Ing. Bruno O. Braun, Vorstandsvorsitzender TÜV Rheinland: „Wir sind besonders stark aus eigener Kraft gewachsen und haben auch in Deutschland erfolgreich gearbeitet. Die gezielten, strategischen Akquisitionen runden das Bild eines weiteren Rekordjahres für das Unternehmen ab. Wir wollen auch dieses Jahr überdurchschnittlich wachsen, nutzen aber zugleich die weltwirtschaftliche Lage, um unsere Strukturen zu verbessern, die Kompetenzen unserer Mitarbeiter gezielt zu stärken und neue Dienstleistungen zu entwickeln, um so fit zu sein, wenn der Konjunkturmotor wieder rund läuft."

Einmal mehr spiegelt sich die positive Geschäftsentwicklung von TÜV Rheinland in der wachsenden Mitarbeiterzahl wider. Im Jahresdurchschnitt wuchs die Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter um 900 auf 12.987. Auf zwei neue Stellen außerhalb Deutschlands kam 2008 eine neue in Deutschland.

Investitionen auf hohem Niveau

2008 investierte TÜV Rheinland 71,8 Millionen Euro in neue Prüfeinrichtungen und Labore, neue Standorte weltweit und den Ausbau der flächendeckenden Präsenz in Deutschland. So öffneten mit den TÜV Rheinland-Häusern in Stuttgart und in Hannover zwei weitere große Niederlassungen, in denen die Dienstleistungen von TÜV Rheinland angeboten werden.

Zudem hat TÜV Rheinland das Dienstleistungsspektrum für seine Kunden durch gezielte Akquisitionen sinnvoll erweitert. Seit 1. Juli 2008 ist TÜV Rheinland Mehrheitsgesellschafter der Grebner Ruchay Verkehrsplanungs GmbH. Die Ingenieurgesellschaft mit 40 Mitarbeitern an Standorten in Berlin, Dresden, Düsseldorf und Frankfurt am Main ist als TÜV Rheinland Grebner Ruchay Consulting vor allem in der Planung und Begleitung von Schienen- und Straßeninfrastrukturprojekten, Ingenieurbauwerken und Hochbauprojekten erfolgreich.

Die größten Akquisitionen außerhalb Deutschlands wurden 2008 in den USA getätigt. So wurden mit Unified Testing Services Inc. und Non Destructive Testing Group Inc. NDT zwei Prüfgesellschaften übernommen. Mit 130 Mitarbeitern bietet das 1991 gegründete Unternehmen NDT die ganze Palette zerstörungsfreier Materialprüfungen sowie Qualitäts- und Sicherheitstest an. Drei hochmoderne Testlaboratorien gehören zu dem Unternehmen.

Marktführerschaft in der Solarprüfung ausgebaut

Zudem hat TÜV Rheinland gemeinsam mit dem Photovoltaic Testing Laboratory der Arizona State University das Unternehmen TÜV Rheinland PTL zur Prüfung und Zertifizierung von Solarmodulen gegründet. Damit umfasst das weltweite Netzwerk zur Prüfung von Solarmodulen nun die Standorte Japan, China, USA und Deutschland.

Das Engagement in den Niederlanden hat TÜV Rheinland durch ein Joint Venture mit der Prüfgesellschaft TNO erweitert: Im niederländischen Helmond nahm die TÜV Rheinland TNO Automotive International (TTAI) ihre Tätigkeit auf. TTAI bietet als unabhängiges Prüfunternehmen Services für Automobilhersteller und Zulieferer der Automobilindustrie rund um die Passive Sicherheit von Fahrzeugen und Fahrzeugkomponenten. In Helmond unterhält TTAI die derzeit modernste Crash-Anlage für Fahrzeuge und Fahrzeugkomponenten in ganz Europa. Insgesamt investierte das Unternehmen allein für die Prüfeinrichtungen rund sechs Millionen Euro.

Guter Start ins Jahr 2009

Trotz der derzeitigen Wirtschaftskrise ist TÜV Rheinland für das laufende Geschäftsjahr optimistisch. „Der Geschäftsverlauf der ersten vier Monate des Jahres ist positiv und liegt deutlich über dem Vorjahr. Wir rechnen mit weiterem, deutlichem Wachstum und planen, 2009 rund 750 neue Stellen zu schaffen", so der Vorstandsvorsitzende Professor Braun. Das Wachstum werde bei TÜV Rheinland, das 2009 zum zweiten Mal hintereinander Top-Arbeitgeber in Deutschland geworden sei, auch künftig maßgeblich organisch sein und mit der Einstellung qualifizierter Fachkräfte und der Schaffung neuer Arbeitsplätze am Standort Deutschland einhergehen. Derzeit sind bei TÜV Rheinland 195 Stellen zu besetzen.

Auch konnten 2009 bereits neue Dienstleistungen sowie Investitionen in entscheidenden Zukunftsfeldern wie Energie und Ressourceneffizienz getätigt werden. Dazu zählt der erhebliche Ausbau von Prüfkapazitäten für Solarmodule, aber auch die erfolgreiche Etablierung von Prüfsiegeln und Zertifizierungen zur Steigerung der Energieeffizienz für Gebrauchsgüter und IT-Infrastruktur von Unternehmen.

Verantwortung und unternehmerischer Erfolg

Kern des unternehmerischen Erfolgs von TÜV Rheinland als Prüfdienstleister ist neben der Kompetenz der Mitarbeiter die Wahrung der unverzichtbaren Neutralität und Integrität. Im Unternehmen selbst wird 2009 dazu die Umsetzung eines internen Fortbildungsprogramms zum Thema „Compliance" für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beitragen. Compliance umfasst die konkrete Verbindung von Recht und Gesetz mit dem Leitbild des TÜV Rheinland in der täglichen Arbeitssituation. Das Compliance-Programm definiert daher einheitliche Maßstäbe korrekten unternehmerischen Handelns des TÜV Rheinland praxisnah mit Bezug zum Arbeitsalltag aller Beschäftigten.

Weiterer unverzichtbarer Bestandteil der werteorientierten Unternehmensphilosophie des TÜV Rheinland ist das Bekenntnis zur gesellschaftlichen Verantwortung und zu grundlegenden Prinzipien nachhaltigen Wirtschaftens, wie sie in der Mitgliedschaft im Global Compact zum Ausdruck kommt. Im Oktober 2008 wurde erstmals der neu geschaffene Internationale TÜV Rheinland Global Compact Award verliehen. Erster Träger des mit 25.000 Euro dotierten Preises ist der Vorsitzende des deutschen Rates für Nachhaltige Entwicklung und ehemalige Bundesminister Dr. Volker Hauff. Der Preis wird an herausragende Persönlichkeiten verliehen, die mit ihrer Arbeit die Ziele des Global Compact der Vereinten Nationen unterstützen.

Das gesellschaftliche Engagement umfasst an den Standorten auch konkrete Katastrophenhilfe, wie sie seit 2008 in China geleistet wird. Seit mehr als 20 Jahren ist TÜV Rheinland in China tätig und hat dort heute über 1.400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Diese engagieren sich in besonderem Maße nach dem schweren Erdbeben in der Provinz Sichuan. Die Mitarbeiter haben in einer Solidaritätsaktion eine finanzielle Soforthilfe von 75.000 Euro an das Rote Kreuz übergeben können. Darüber hinaus hat TÜV Rheinland eine der vom Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier während seiner Asienreise 2008 zugesagten Schulpatenschaften übernommen. Bis Sommer 2010 wird in der betroffenen Provinz ein Schulneubau entstehen, den TÜV Rheinland mit einer Unterstützung von 400.000 Euro erst ermöglicht.

Als weitere gesellschaftliche Herausforderung sieht TÜV Rheinland den demografischen Wandel. Das Unternehmen beteiligt sich deshalb an einer Initiative der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen e.V. (BAGSO), um demografischen Wandel als Chance für die Gesellschaft zu begreifen. An der Schnittstelle zwischen Hersteller und Verbraucher hat TÜV Rheinland für eine gleichberechtigte Nutzbarkeit aller Consumer-Produkte unter anderem ein All-Generationen Siegel entwickelt, das derzeit in der Markterprobung steht.