Produktfälschungen: TÜV Rheinland schließt neue Kooperation zum verbesserten Markenschutz für Produkte

Gefälschte Produkte verursachen nicht nur enorme Kosten für die Wirtschaft, sie sind auch ein Sicherheitsrisiko. TÜV Rheinland kooperiert nun mit der Hologram Company RAKO GmbH, um Unternehmen und Verbraucher noch besser vor Produktfälschungen schützen zu können.
TÜV Rheinland kooperiert nun mit der Hologram Company RAKO GmbH. So sollen Verbraucher und Unternehmen besser vor Produktpiraterie geschützt werden. (Foto: XtravaganT/Fotolia)
TÜV Rheinland kooperiert nun mit der Hologram Company RAKO GmbH. So sollen Verbraucher und Unternehmen besser vor Produktpiraterie geschützt werden. (Foto: XtravaganT/Fotolia)

TÜV Rheinland baut sein Netzwerk für Hersteller und Markenartikler zum Schutz vor Produktfälschungen weiter aus: Der weltweit tätige Prüfdienstleister für Qualität und Sicherheit hat dazu eine Partnerschaft mit der Hologram Company RAKO GmbH geschlossen. „Ziel der neuen Partnerschaft ist es, für die Industrie unsere Leistungen und Systeme gegen Produktpiraterie weiter auszubauen“, so Daniel Ritlewski, Experte für Brand Risk Management bei TÜV Rheinland. Seit 1994 gehört die Hologram Company zu den führenden Unternehmen im Bereich des Produkt- und Markenschutzes insbesondere für die Automobilbranche, Merchandisingprodukte sowie Pharmaunternehmen. Die fälschungssicheren Hologramme des Unternehmens verfügen unter anderem über Mikro- und Nanostrukturen und bieten Fälschungsschutz auf Banknotenniveau.

Rundum-Schutz vor Fälschungen

Weltweit setzen Unternehmen bereits auf das System zur Produktauthentifikation und -kontrolle (PACS) von TÜV Rheinland, bei dem einzigartige Codes für jedes Produkt vergeben werden. Wird dieser von TÜV Rheinland vergebene Code zusätzlich auf einem fälschungssicheren Hologramm – wie es die Hologram Company bietet – auf dem Produkt platziert, erhalten Hersteller einen Rundum-Schutz vor Fälschungen und bei der Rückverfolgbarkeit von Produkten. Auch Verbraucher können so mit einem Blick erkennen, dass sie ein Originalprodukt gekauft haben.

Fälschungen kosten alleine die deutsche Wirtschaft 50 Milliarden Euro

Das Problem der Produktfälschungen hat weltweit enorme Ausmaße angenommen. Nach Angaben des Aktionskreises gegen Produkt- und Markenpiraterie, in dem TÜV Rheinland ebenfalls engagiert ist, kosten Fälschungen die deutsche Wirtschaft jährlich 50 Milliarden Euro. Allein 2010 hat der deutsche Zoll rund 24.000 Fälle von Produktpiraterie aufgriffen. Die Europäische Kommission schätzt, dass weltweit etwa sieben bis zehn Prozent aller gehandelten Produkte gefälscht sind.

Vergleich über Internet oder Handy

Das System zur Produktkontrolle PACS ist eine Plattform von TÜV Rheinland zur eindeutigen Kennzeichnung von Produkten der Massenproduktion. Diese Track-and-Trace-Lösung dient der Rückverfolgung und Erkennung von Fälschungen entlang der gesamten Lieferkette. Um die Echtheit eines erfassten Produktes zu prüfen, können autorisierte Händler und Kunden den Code über ihr Mobiltelefon oder das Internet mit den Daten der gesicherten Online-Datenbank vergleichen und so auf Gültigkeit überprüfen. Neben der Echtheit des Produktes kann so auch die Lieferkette gesichert werden. Möglich wird dadurch eine lückenlose Kontrolle von der Produktion bis zum Kunden. Fälschungen werden frühzeitig erkannt und Parallelimporte können so verhindert werden

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