Positive Berichterstattung über Nanotechnologie

Nanotechnologie spielt inzwischen auch im Alltagsleben eine große Rolle. Eine Untersuchung ergab jetzt, dass deutsche Printmedien die innovative Technologie in ihrer Berichterstattung positiv betrachten. Auch Verbraucherinnen und Verbraucher stehen der Nanotechnologie aufgeschlossen gegenüber.
Deutsche Zeitungen stehen der Nanotechnologie in ihrer Berichterstattung positiv gegenüber. (Foto: Ernst Rose/pixelio)
Deutsche Zeitungen stehen der Nanotechnologie in ihrer Berichterstattung positiv gegenüber. (Foto: Ernst Rose/pixelio)

Die Nanotechnologie ist auf dem Vormarsch. Auch die TÜV beschäftigen sich intensiv mit der innovativen Technik. Ihre Einsatzgebiete sind vor allem die Chemie-, Textil-, Verpackungs-, Kosmetik- oder Automobilindustrie. Die Nanotechnologie findet unter anderem Anwendung in antibakteriellen Textilien, wasserabweisenden Beschichtungen oder gesteigerten Speicherkapazitäten von Festplatten. Nicht nur die Industrie sieht in der Technologie großes Zukunftspotential. Auch die Printmedien begleiten sie in ihrer Berichterstattung positiv. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, die das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) in Zusammenarbeit mit der Universität Münster durchführte. Das Fazit der Studie lautet: Über Nanotechnologie wird nicht als Risikotechnologie berichtet, sondern es werden in den meisten Artikeln die Vorteile hervorgehoben.

Gutes Image in der Bevölkerung

Diese positive Berichtersattung spiegelt nach Meinung des BfR das Image wider, das die Technologie in der Bevölkerung genießt. Auch Verbraucherinnen und Verbraucher sehen nach Studien des BfR vor allem Vorteile im Einsatz der Nanotechnologien. Skeptisch sind sie allerdings, wenn Nanopartikel in Lebensmitteln eingesetzt werden. Interessant ist die Untersuchung auch, weil Printmedien für Verbraucherinnen und Verbraucher nach dem Fernsehen die wichtigste Informationsquelle sind.

1696 untersuchte Artikel aus sieben Erscheinungsjahren

Für die Erhebung zur Berichterstattung über das Thema Nanotechnologie in führenden deutschen Printmedien ließ das BfR 1696 Artikel aus den Jahren 2000 bis 2007 untersuchen. Ergebnis: 70 Prozent der untersuchten Artikel betonen die positiven Eigenschaften der nanotechnologischen Produkte und Verfahren. Themen der Berichterstattung in den Printmedien waren vor allem Anwendungsmöglichkeiten in der Medizin und in der Informations- und Kommunikationstechnik, mögliche Umsatzsteigerungen und die Entstehung neuer Arbeitsplätze im Zusammenhang mit der Nanotechnologie. Als Akteure kommen in den untersuchten Artikeln vor allem Vertreter aus den Bereichen Wissenschaft und Wirtschaft zu Wort. Politik und Nichtregierungsorganisationen spielen in der Berichterstattung bisher nur eine Nebenrolle.

TÜV sind aktiv

Im Bereich der Nanotechnologie sind die TÜV vielfach engagiert. Gemeinsam mit der Innovationsgesellschaft St. Gallen entwickelte und implementierte der TÜV SÜD beispielsweise den CENARIOS®-Standard. Er bietet den Herstellern, Verarbeitern oder Vertreibern von Nanomaterialien die Möglichkeit zu einer standardisierten Risikobewertung und Risikoüberwachung. Zudem organisert der TÜV SÜD Seminare, in denen die Experten über Nanotechnologie und Arbeitsschutz referieren.