VdTÜV-Ratgeber: Gesund und fit im Büro

Rückenbeschwerden, Kopfschmerzen, Bewegungsmangel: Menschen, die im Büro arbeiten, haben aufgrund der sitzenden Tätigkeit oft Gesundheitsprobleme. Sie können zu Krankschreibungen oder Leistungsabfall führen. Dagegen helfen schon einfache Mittel im Arbeitsalltag, um gesund und fit zu bleiben. Die TÜV-Arbeitsmediziner beim Verband der TÜV e. V. geben Tipps.
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Gesunde Büroarbeit (© endostock – fotolia.com)

Regelmäßige kurze Pausen, auch mal an der frischen Luft, helfen den Tag über konzentriert zu bleiben. Ein Mittel, um wieder schnell Energie zu schöpfen, sind gesunde Snacks, wie frisches Obst und Gemüse oder Joghurt. Kombiniert mit Getreideflocken halten sie länger satt und sorgen für gute Konzentration während der Arbeit. Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr in Form von Wasser oder Tee sollte beachtet werden.

Jede kleine Bewegung hilft, um starrem Sitzen entgegen zu wirken. Dies kann bereits beim Arbeitsweg beginnen, indem statt dem Fahrstuhl öfters die Treppe genutzt wird. Auch mal im Stehen zu telefonieren, hilft weiter.

Im Büro selbst können kleine Übungen für Entspannung und Beweglichkeit sorgen:

  • Die Hände schulterbreit auf den Schreibtisch legen und den Stuhl zurückschieben bis Arme und Rücken gestreckt sind. Dann den Oberkörper leicht nach unten drücken, zwei bis drei Atemzüge halten und wieder entspannen.
  • Am Tisch oder Stuhl festhalten, auf die Zehenspitzen stellen und in dieser Position 10 Sekunden ausharren. Danach auf die Fersen abrollen und weitere 10 Sekunden halten. So wird die Durchblutung angekurbelt und „schweren Beinen“ vorgebeugt.
  • Für Viel-Schreiber: Zwischendurch die Arme lang ausstrecken und die Finger zur Faust ballen und wieder spreizen.

Um die Wirbelsäule zu entlasten, empfehlen sich ergonomisch geformte Bürostühle, die sich der Form der Wirbelsäule anpassen. In aufrechter Sitzposition sollten die Unterarme bequem im 90-Grad-Winkel auf der Tischplatte abgelegt werden können. Ober- und Unterschenkel bilden einen Winkel von 90 Grad oder mehr. Gut für Rücken und Wirbelsäule ist es auch, die Sitzposition häufiger zu wechseln.

Der Computerbildschirm sollte so justiert sein, dass beim Arbeiten weder permanent nach unten geschaut, noch der Kopf zu sehr in den Nacken gelegt wird. Der Abstand zwischen Augen und Bildschirm beträgt idealerweise 50 bis 80 cm. Wenn die Augen müde werden, hilft es den Blick für einige Minuten aus dem Fenster zu schweifen, um die Augenmuskulatur wieder zu entspannen.

Bei anhaltenden gesundheitlichen Beschwerden am Arbeitsplatz können die TÜV-Arbeitsmediziner anhand einer Arbeitsplatzbeurteilung sowie der individuellen Untersuchung des Beschäftigten gezielte Hilfe anbieten. Was Beschäftigte mit dem Arzt besprechen, bleibt geheim.

Ansprechpartner

T +49 30 760095-320