Internationale Experten tagen in Tallinn

Bereits zum vierten Mal organisiert der VdTÜV den internationalen und interdisziplinären Fit to Drive-Kongress. Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht der Mensch als Verkehrsteilnehmer.
Internationale Experten tagen in Tallinn

Realität und Vision – gemeinsame Probleme, europäische Lösungen: Unter diesem Motto findet am 4. und 5. Juni 2009 in Tallinn der 4. Fit to Drive-Kongress statt. Der VdTÜV e.V. (Verband der TÜV) veranstaltet diesen Kongress mit Themen rund um Fahrtüchtigkeit und Verkehrssicherheit. Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht der Mensch als Verkehrsteilnehmer. Mediziner und Psychologen beraten auf dem Fit to Drive-Kongress über das Fahrerverhalten.

Ziel: Best-Practice-Modelle für ganz Europa

Individuelle Mobilität muss im Einklang mit den Sicherheitsinteressen der Gesellschaft stehen. Schwerpunkte des Kongresses werden daher die Vermeidung und Ahndung von Fahrfehlern sowie die Reintegration von Fahrern sein, die auffällig wurden. Fachleute aus 23 Staaten wollen hierzu einen europäischen Ansatz entwickeln. Ziel ist es, aus den Erfahrungen der Teilnehmer Best-Practice-Modelle für ganz Europa zu entwickeln. Dr. Klaus Brüggemann, Geschäftsführendes Präsidiumsmitglied, erklärt anlässlich der Eröffnung des Kongresses: „Wir tun etwas, um die Zahl der Verkehrsopfer in Europa deutlich zu senken. Im Blick haben wir dabei den Menschen im Straßenverkehr, seine Stärken und Schwächen und die Frage, wie wir das Risiko von menschlichem Fehlverhalten am Steuer minimieren.“

Psychologen, Mediziner, Fahrlehrer, Polizeibeamte, Pädagogen, Juristen sowie Vertreter von Behörden und EU-Institutionen nehmen an dem Kongress teil. Sie beraten unter anderem über die Gefahren von Alkohol und Drogen im Straßenverkehr und die Betreuung und effiziente Schulung von Fahranfängern. Zudem tauschen sich die Experten über Gefährdungsabschätzung in medizinischen und psychologischen Fragen aus und diskutieren über Maßnahmen zur Tauglichkeitseinstufung und Rehabilitation von Fahrern in den EU-Staaten.

International und interdisziplinär

Der VdTÜV und die Kongressteilnehmer aus allen europäischen Ländern leisten mit dem Fit-to-Drive-Kongress einen Beitrag, die EU-Kommission bei ihrem Projekt zu unterstützen, bis zum Jahr 2010 die Zahl der Verkehrstoten auf 25.000 zu reduzieren und bezogen auf das Jahr 2004 zu halbieren. 2004 verabschiedeten die EU-Verkehrsminister hierzu die „European Road Safety Charter“, der VdTÜV gehörte zu den Erstunterzeichnern. Wie auch in den Jahren zuvor organisiert der Verband der TÜV e.V. (VdTÜV) diese Veranstaltung in Kooperation mit einer Partnerorganisation aus dem Gastgeberland – dieses Mal mit der Technischen Hochschule in der estnischen Hauptstadt, der Tallinna Tehnikakõrgkool.

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