Erste Elektro-Rallye der Welt ist unterwegs

Die klassischen Rallye-Merkmale fehlen: Kein Motorenlärm, kein Benzingeruch. Bei der e-miglia treten nur Elektro-Fahrzeuge gegeneinander an. Sie zeigen: Auch ohne CO2-Ausstoß und viel Lärm kann man die Alpen überwinden.
Dr. Axel Stepken, Vorstandvorsitzender der TÜV SÜD AG, bei der Präsentation der e-Miglia-Teams. (Foto: TÜV SÜD)
Dr. Axel Stepken, Vorstandvorsitzender der TÜV SÜD AG, bei der Präsentation der e-Miglia-Teams. (Foto: TÜV SÜD)

Die erste Rallye mit Elektro-Fahrzeugen ist unterwegs. Am Dienstag, 3. August, starteten auf dem Gelände des TÜV SÜD in der Münchener Ridlerstraße über 20 Teams. Die dreitägige Rallye führt sie nach Rovereto in Italien. Bereits am Nachmittag vor dem Start hatten die Teams Gelegenheit, ihre Fahrzeuge, darunter auch ein Elektro-Motorrad, von TÜV SÜD, dem technischen Partner der Rallye, auf Herz und Nieren prüfen zu lassen.

Partner der Industrie

In diesem Zusammenhang machte Dr. Axel Stepken, Vorstandsvorsitzender der TÜV SÜD AG, deutlich, wie umfassend sich das technische Dienstleitungsunternehmen mit dem Thema Elektromobilität bereits seit Jahren befasst. So konnten sich die Münchener auch zu einem der führenden Dienstleister entwickeln, dessen Know-How von den Herstellern gefragt ist.

Crash-Test

Dr. Stepken hob hervor, dass TÜV SÜD vor allem rund um die Themen Sicherheit und Zuverlässigkeit inzwischen über viel Erfahrung verfügt. Die TÜV SÜD-Experten konzentrieren sich unter anderem auf Crash-Tests bei Elektrofahrzeugen. Hier untersuchen sie beispielsweise, wie sich die Lithium-Ionen-Batterien im Falle eines Unfalls verhalten. Daraus sollen dann auch in einem weiteren Schritt Sicherheitsstandards entwickelt werden.

Moderne Ladesysteme

TÜV SÜD schult zudem Werkstatt-Personal im korrekten Umgang mit den Elektrofahrzeugen - schließlich handelt es sich um Hochvolt-Technik. Zudem haben die Experten vor kurzem die erste Hauptuntersuchung an einem Elektrauto abgenommen. Auch das Thema Tankstelle der Zukunft beschäftigt TÜV SÜD. Gemeinsam mit dem Energiekonzern Eon erproben die Fachleute von TÜV SÜD moderne Ladesysteme.

560 Kilometer über die Alpen

Mit diesem ganzen Fachwissen konnten am Vortag der Rallye dann auch die Teams bei TÜV SÜD beraten werden. Schließlich stand fest: Alle Fahrzeuge sind fit für die Alpenüberquerung. 560 Kilometer müssen die über 20 Teams in vier Etappen meistern. Eine Herausforderung an Mensch und Maschine, schließlich liegen die Etappenlängen bei bis zu 170 Kilometern - für Eletkrofahrzeuge eine ganze Menge.

Optimismus

Beim Start am 3. August zeigten sich aber alle Teilnehmer optimistisch, die Rallye zu schaffen - wenn möglich natürlich noch mit einer guten Platzierung. Auch TÜV SÜD-Vorstandschef Dr. Axel Stepken nimmt an der Rallye teil. Sein Ziel ist klar: Eine gute Platzierung sollte drinsitzen.

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