Deutschland auf Platz 3 im europäischen Verkehrsbinnenmarkt

In einem EU-weiten Leistungsvergleich unter den 28 Mitgliedstaaten stuft der im Oktober veröffentlichte „EU-Verkehrsanzeiger 2016“ Deutschland - zusammen mit Österreich - auf Platz 3 ein. Die Niederlande führen das Verkehrsranking das dritte Mal in Folge an, gefolgt von Schweden.
EU Transport Scoreboard
© European Union

Ziel des Anzeigers ist es, die Mitgliedstaaten bei der Ermittlung jener Bereiche des Verkehrswesens zu unterstützen, in denen ein besonders dringender Handlungs- und Investitionsbedarf besteht. „Der Verkehrsanzeiger ist so etwas wie ein Straßenschild auf diesem Weg – es zeigt an, wo es lang geht und welche Strecke noch vor uns liegt.“, so die für den Bereich Verkehr zuständige Kommissarin Violeta Bulc, „es ist besonders ermutigend festzustellen, dass die Bemühungen der Kommission, die Investitionslücke im Verkehrssektor zu schließen, nun langsam Früchte tragen.“  Um die Umstellung hin zur emissionsarmen Mobilität zu beschleunigen, hatte die EU-Kommission im Juli 2016 die europäische Strategie für emissionsarme Mobilität verabschiedet.

In dem Bericht wurden in 30 Kategorien sämtliche Aspekte des Verkehrs verglichen. Deutschland kommt dabei mit sehr guten Bewertungen für den Anteil der Nutzung erneuerbarer Energien im Verkehrssektor weg. Vor allem in der Kategorie Verkehrsinfrastruktur beweist Deutschland, dass sich private Investitionen in Forschung und Entwicklung lohnen.  

EU-weit sind Fortschritte auf dem Weg zu einer nachhaltigeren und umweltfreundlicheren Mobilität zu verzeichnen. Allerdings ist die Anzahl der Verkehrstoten unverändert. Europas Straßen sind zwar nach wie vor weltweit die sichersten, doch die Mitgliedstaaten müssen ihre Aktivitäten verstärken, um das für 2020 festgesetzte Ziel, die Zahl der Verkehrstoten zu halbieren, zu erreichen.

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