Brandschutz im Betrieb: Gekennzeichnete Fluchtwege benutzen

Die Brandschutzexperten von TÜV Rheinland weisen jetzt darauf hin, dass in Betrieben die Brandschutzregeln richtig umgesetzt werden müssen. Dazu geben die Fachleute einige Tipps und wichtige Verhaltensregeln für den Notfall.
Tipps für das korrekte Verhalten im Brandfall geben jetzt die Experten von TÜV Rheinland. (Foto: trashdevil/Photocase)
Tipps für das korrekte Verhalten im Brandfall geben jetzt die Experten von TÜV Rheinland. (Foto: trashdevil/Photocase)

Allein im Jahr 2009 ereigneten sich laut Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft 50.000 Brandschäden in Unternehmen. Wer jedoch Brandschutzregeln im Betrieb richtig umsetzt und sich im Notfall korrekt verhält, hilft kritische Situationen für Mitarbeiter und Kollegen zu vermeiden. Laut Arbeitsschutzgesetz muss jeder Arbeitgeber für eine ausreichende Anzahl an Brandschutzhelfern sorgen. Auch eine Brandschutzordnung muss den Mitarbeitern bekannt gemacht sein. Faustregel: Bei mehr als zehn Mitarbeitern ist dies immer erforderlich. Diese Ordnung regelt das Verhalten im Notfall und weist Flucht- und Rettungswege aus. „Für jeden Betrieb ist es unerlässlich, die Brandschutzordnung für alle Mitarbeiter gut sichtbar und zentral auszuhängen“, rät Uwe Wendler, Brandschutzexperte von TÜV Rheinland. Über regionale Besonderheiten informiert die örtliche Feuerwehr.

Ruhe bei Feueralarm

Die Brandschutzhelfer sorgen dafür, die Regeln im Alltag und im Ernstfall einzuhalten. Bei Feueralarm heißt es, Ruhe zu bewahren und niemals zu versuchen, noch schnell einen Arbeitschritt zu beenden und Gegenstände oder Wertsachen mitzunehmen. Das Gebäude sofort zügig, aber ohne Hektik, von den oberen Stockwerken aus auf den gekennzeichneten Fluchtwegen immer nach unten verlassen, denn Feuer und Rauch breiten sich nach oben aus. Aufzüge sollten auf keinen Fall benutzt werden.

Löschversuche den Profis überlassen

Geschlossene Türen auf dem Fluchtweg langsam öffnen und sofort wieder schließen. Grund: Gerät plötzlich Sauerstoff an Glut, kommt es zu gefährlichen Verpuffungen. Der Brandschutzhelfer vergewissert sich, dass alle Mitarbeiter das Gebäude verlassen haben, ohne sich selbst zu gefährden. „Wagemutige Löschversuche besser den Profis von der Feuerwehr überlassen“, empfiehlt Uwe Wendler. Alle Mitarbeiter sollten sich am ausgewiesenen Rettungspunkt einfinden und auf das Eintreffen der Feuerwehr warten. Den Anweisungen der Löschkräfte ist unbedingt Folge zu leisten.

Tipps von TÜV Rheinland

Unter dem Stichwort Brandschutz finden Interessierte auf www.tuv.com detaillierte Informationen zum Angebot von TÜV Rheinland. Dazu zählen unter anderem Schulungen für Brandschutzhelfer sowie Prüfungen der technischen Einrichtungen, um den Brandschutz im Betrieb sicher zu stellen.

Zusatzinformationen

Ansprechpartner

Referent Fahrerlaubnis, Bildung und Personalentwicklung, Begutachtung und Förderung der Fahreignung
T +49 30 760095-480