VdTÜV beim Barcamp über neue Mobilitätstrends

Am 30. Juni 2017 startete die Peridoneus GmbH mit dem #mobltcamp eine neue Plattform für Mobilität und Technologie in Form eines 1-tägigen Barcamps. Alles war offen – auch die Agenda. Erst am Veranstaltungstag stellten die Teilnehmer spontan und unter Einbindung aller Anwesenden ein gemeinsames Programm auf. Der VdTÜV war einer der Partner dieses branchen- und disziplinübergreifenden Barcamps und hat die Agenda mitgestaltet.
Mobility-Barcamp-2017
© Sandra Ratkovic | Mobility Barcamp 2017

Knapp 100 Akteure der mobilen Transformation haben an dem Wissensaustausch über die Mobilität der Zukunft teilgenommen und eine Vernetzung zwischen der Transport-, Infrastruktur- und Technologiebranche bewirkt. Vertreter aus Technologie-Unternehmen, Forschung, der Startup-Szene, Politik und Interessensverbänden wurden gleichermaßen angesprochen. Außer dem Oberthema „Rethink Mobility“ gab es keine konkreten inhaltlichen Themen im Vorfeld. Jeder Gast konnte Themen vorschlagen und über Inhalte des Programms abstimmen. In dieser so genannten Sessionplanung („idea pitch“) wurden Vorträge präsentiert, Diskussionen vereinbart und Workshops angeboten. Die daraus resultierenden 18 Sessions wurden anschließend in 5 Runden abgehalten. Auch der VdTÜV hat einen kurzen, informativen Überblick zur „Automotive Platform“ gegeben und konnte die Teilnehmer für sein Konzept begeistern.

In seinem Panel „Security und Datenschutz in der digital vernetzen Mobilität“ hat der VdTÜV gezeigt, dass die Automobilbranche sich in einer grundlegenden Umbruchsphase befindet. Von hochentwickelten Fahrerassistenzsystemen bis hin zum autonomen Fahren wird Mobilität sicherer, individueller und einfacher. Gleichzeitig können aber auch Hacker auf die Fahrzeugsysteme zugreifen und sie manipulieren, somit Fahrer und Fahrzeug in echte Gefahr bringen. Die Automotive Platform des VdTÜV bietet einen vertrauenswürdigen Datenzugriff und einen interoperablen Sicherheitsstandard für das digital vernetzte Fahrzeug. Als zentrale Sicherheitsarchitektur verbindet diese Plattform das Auto mit externen Diensten. Über sie erfolgt im Weiteren der direkte Zugang auf das Fahrzeug für beispielsweise Software-Updates und Wartungsaufgaben. Gleichzeitig kümmert sich die Automotive Platform um eine hochsichere Separierung der verschiedenen Servicedienste, der Informationssysteme und der Sicherheitskomponenten im Fahrzeug. Ein Sicherheitsmodul ermöglicht eine hochsichere Ende-zu-Ende Datenübertragung und dient als Tresor für Sicherheitsschlüssel und Zertifikate, die Zugriffe Dritter autorisieren. Diese Automotive Platform koordiniert im Fahrzeug den direkten Zugriff auf die funktionsrelevanten Systeme und webbasierten Anwendungen der Fahrzeughersteller sowie möglicher Drittanbieter. Sie schafft so einen transparenten Markt, bei dem der Kunde entscheidet und bequem zwischen verschiedenen Services wechseln sowie selbst über die Freigabe seiner Daten entscheiden kann. Die Automotive Platform ermöglicht so einen konformen Datenschutz, Transparenz und Wahlfreiheit für die Kunden und etabliert eine hochwertige Sicherheitsarchitektur im Fahrzeug. Der Autofahrer erhält zudem die Datensouveränität über sein Fahrzeug zurück.

Dank des offenen und interaktiven Veranstaltungsformates konnten die Teilnehmer ihre Ideen und Lösungen für Fragen rund um die Verkehrssicherheit und den Umweltschutz aufzeigen und zudem direkt konstruktives Feedback erhalten.

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