25 Prozent der Europäer haben Stress bei der Arbeit

25 Prozent der europäischen Arbeitnehmer haben gesundheitliche Probleme aufgrund von Stress bei der Arbeit. Zu diesem Ergebnis kommt die Europäische Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz, die zusammen mit Eurofound einen entsprechenden Bericht "Psychosocial risks in Europe: Prevalence and strategies for prevention" vorgelegt haben.
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Arbeitsplatz (© pure-life-pictures/fotolia.com)

Zu viel monotone und sich wiederholende Aufgaben

Ursache der gesundheitlichen Beschwerden sind in erster Linie monotone und sich wiederholende Aufgaben. Auch unregelmäßige Arbeitszeiten haben einen negativen Einfluss auf das Wohlbefinden der Arbeitnehmer.

Die Situationen variieren jedoch in der EU. Länder wie Kroatien, Estland und Bulgarien haben die höchste Anzahl von Arbeitnehmern in Europa, die wiederkehrende monotone Arbeiten durchzuführen haben. Fast 65 Prozent ihrer Arbeitskraft haben sie täglich solche Aufgaben zu widmen.

Zu viel und zu unregelmäßige Arbeit

Die Wirtschaftskrise hat zudem einen negativen Einfluss auf die sogenannte Work-Life-Balance und damit auf Gesundheit und Wohlbefinden, denn die Arbeitnehmer akzeptieren mehr zu arbeiten und unregelmäßigere Zeitpläne.  

In Dänemark und der Tschechischen Republik geben fast 35 Prozent der Arbeitnehmer an, dass ihre Arbeitszeit regelmäßig wechselt, im Gegensatz zu Zypern, das die niedrigste Rate unregelmäßiger Stunden pro Mitarbeiter aufweist.

Sorge um den Arbeitsplatz

Vor dem Hintergrund von 24 Millionen Arbeitslosen in der EU machen sich insbesondere temporär und kurzfristig Beschäftigte Sorgen um ihren Arbeitsplatz und diese Arbeitsplatzunsicherheit verursacht ebenfalls Stress. So haben laut dem Bericht im Jahr 2010 etwa 16 Prozent der europäischen Arbeitnehmer erwartet, ihre Arbeit in den nächsten sechs Monaten zu verlieren.

Sozialpartner sollen gegensteuern

Die Autoren des Berichts empfehlen den Arbeitgebern zusammen mit den Gewerkschaften Maßnahmen zur Work-Life-Balance zu entwickeln, Schulungen für die Arbeitnehmer anzubieten, Kompetenzen zu verbessern und innerhalb des Unternehmens Programme aufzusetzen, die Arbeitsplätze abwechslungsreicher machen bzw. rotieren. Die Maßnahmen sind jedoch an Unternehmen und Länder anzupassen. Eine „one-size-fits-all-Lösung“ gäbe es nicht.

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