Tipps für Fahrgäste – Busreise

Ob Klassenfahrt, Betriebsausflug oder Vereinswochenende: Auch Verbraucher können die Sicherheit ihrer geplanten Busreise beeinflussen. Das Thema Bussicherheit beginnt bereits, wenn man eine Reise plant und sich ein Unternehmen für die Reise aussucht.
Auf einige Sicherheitsaspekte können die Fahrgäste auch selber achten. Tipps dazu gibt´s unter anderem im TÜV Bus-Report.
Für den TÜV Bus-Report 2010/11 analysierten die Fachleute rund 50.000 Hauptuntersuchungen an Reise- und Linienbussen.

Wir haben einige Tipps zusammengestellt, worauf Sie selber als Verbraucher achten können.

  • Bei der Gesamtplanung sollte möglichst auf Nachtfahrten verzichtet werden, auch wenn sich dadurch eine Übernachtung sparen lässt. Nachts ist auch bei erfahrenen Busfahrern der Biorhythmus auf Schlaf und Erholung eingestellt.
  • Bei der Reiseplanung sollten genug Pausen eingeplant werden, damit die die Busfahrer ihre Lenk- und Ruhezeiten einhalten können.
  • Bevor man sich für ein Busunternehmen entscheidet, sollte man es sich vorher einmal anschauen.
  • Wichtig ist zunächst der Gesamteindruck. Wie werden Kundenwünsche behandelt, werden Fragen zur Sicherheit ernst genommen?
  • Sprechen Sie das Thema Sicherheit offen an und lassen sich vom Busunternehmen die Sicherheitsmaßnahmen erläutern.
  • Lassen sie sich auch einen Bus zeigen.

Bei Bussen gibt es sicherheitsrelevante Mängel, die auch für Laien sichtbar sind:

  • Die Reifen müssen über ein ausreichendes Profil verfügen und der Jahreszeit angepasst sein.
  • Bei Reisebussen, die nach 1999 zugelassen wurden, sind Sicherheitsgurte auf allen Plätzen Pflicht!
  • Die Nothämmer an den Notausstiegen müssen vorhanden sein.
  • Der Busfahrer muss die Fahrgäste vor Abfahrt auf die Sicherheitseinrichtungen aufmerksam machen.
  • Achten Sie darauf, dass die HU-Plakette aktuell ist.
  • Achten Sie auf die Plakette der Sicherheitsprüfung (hinten links am Fahrzeug).

Während der Fahrt müssen die Lenk- und Ruhezeiten eingehalten werden:

  • Nach 4,5 Stunden ununterbrochener Fahrt muss der Busfahrer eine Pause von 45 Minuten einlegen. Wichtig: Hier zählt auch die Fahrzeit vom Busunternehmen zum Ausgangspunkt der Reise!
  • Pausen dienen der Erholung des Busfahrers.
  • Bei sehr langen Fahrten: Fahrer dürfen maximal neun Stunden, an zwei Tagen pro Woche auch zehn Stunden am Tag am Steuer sitzen. Deshalb muss unter Umständen ein zweiter Fahrer eingesetzt werden.