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TÜV-Unternehmen

Die Bezeichnung TÜV steht für eingetragene technische Überwachungsvereine, die technische Sicherheitsprüfungen als unabhängige dritte Institution nach gesetzlichen Vorgaben durchführen. Im 19. Jahrhundert gründeten Wirtschaftsunternehmen, die überwachungsbedürftige Anlagen betrieben, die ersten Dampfkessel-Überwachungs-Vereine als Selbstverwaltungsorganisation der Wirtschaft. Ziel war und ist es heute noch, Mensch, Umwelt und Sachgüter vor den Gefahren der Technik zu schützen,
z. B. um Unfälle zu vermeiden. Alle Gesellschaften, die die Bezeichnung „TÜV“ heute führen, gehören zu mindestens 25,1 % einem Technischen Überwachungs-Verein e. V. an, der überwiegend von einer großen Anzahl namhafter Industrie- und Wirtschaftsunternehmen getragen wird.

Die frühere zumeist bundeslandbezogene regionale Abgrenzung in Deutschland ist infolge der Liberalisierung aufgehoben worden. Die deutschen TÜV-Gesellschaften teilen sich heute in sechs Organisationen auf, die im Wettbewerb zueinander stehen: TÜV Süd, TÜV Rheinland, TÜV Nord, TÜV Thüringen, TÜV Hessen und TÜV Saarland. Zudem gibt es noch den TÜV Austria in Österreich. Aus den Vereinen entstanden im Verlauf der Zeit und technischen Entwicklungen international tätige technische Dienstleistungskonzerne mit weltweiten Tochtergesellschaften. Nach der Liberalisierung einzelner Prüfmärkte in Deutschland fielen im Laufe der Zeit die TÜV-Prüfmonopole, sodass sich die TÜV-Unternehmen auch im Wettbewerb mit anderen Organisationen befinden, die Sicherheitsprüfungen durchführen dürfen.

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