Verkehrssicherheit

In den vergangenen Jahrzehnten hat sich die Verkehrssicherheit in Deutschland immer weiter verbessert. Doch zuletzt stagnierte diese Entwicklung. Welche Maßnahmen gilt es nun umzusetzen, um das Ziel der Vision Zero zu erreichen?
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2020 läuft das Verkehrssicherheitsprogramm des Bundes aus, das die vergangenen zehn Jahr über den Kurs für die Verkehrssicherheitsarbeit in Deutschland vorgegeben hat. Der TÜV-Verband hat daher notwendige Maßnahmen für die Verbesserung der Verkehrssicherheit in den kommenden zehn Jahren erarbeitet. Ziel sollte dabei die Verwirklichung der Vision Zero sein: keine Toten und Schwerverletzten im Straßenverkehr.

Mit der Strategie der Vision Zero strebt die EU-Kommission an, die Zahl der Verkehrstoten in Europa bis zum Jahr 2050 auf null zu reduzieren. Zudem hat der Europäische Rat mit der Erklärung von Valetta im Jahr 2017 den Vorsatz gefasst, die Zahl der Schwerverletzten auf den Straßen der EU bis 2030 im Vergleich zum Stand von 2020 zu halbieren. Diese Ziele müssen auch für die anbrechende Dekade der Verkehrssicherheitsarbeit in Deutschland verbindlich sein.

Positionen zur Verkehrssicherheit

Forderungen für das neue Verkehrssicherheitsprogramm

Der TÜV-Verband hat Anforderungen an das Verkehrssicherheitsprogramm des Bundes für das anbrechende Jahrzehnt formuliert, die maßgeblich zu einer Verbesserung der Verkehrssicherheit und einer damit verbundenen Reduktion der Zahl der tödlich Verunglückten und Schwerverletzten führen können.

Verkehrsgefährder in Fahreignungsseminaren stärker in den Blick nehmen

Das freiwillig zu besuchende Fahreignungsseminar leistet einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Verkehrssicherheit. Der VdTÜV begrüßt die Entscheidung des Deutschen Bundestages, die Möglichkeit des Punktabzugs im Fahreignungsbewertungssystem für den Besuch dieses Seminars aufrechtzuerhalten. Darüber hinaus fordert der TÜV-Verband, Verkehrsgefährder mit sechs oder sieben Punkten zur Teilnahme zu verpflichten.

Die Sicherheit von Radfahrenden verbessern

Wenn Verkehrsmittel unkompliziert erreichbar und kombinierbar sind, stärkt dies den Bus-, Bahn-, Rad- und Fußverkehr. Die Vernetzung aller Verkehrsträger zu einer integrierten Mobilität ist Dank der Digitalisierung in greifbarer Nähe. Wichtiger Bestandteil dieser Mobilitätswende ist die Förderung des Radverkehrs. Daher hat der VdTÜV einen Maßnahmenkatalog zur Verbesserung der Verkehrssicherheit von Radfahrenden in urbanen Zentren erarbeitet.

Aktuelles

VdTÜV-Umfrage: Verkehrsteilnehmer beobachten mehr Aggression im Straßenverkehr

+++ 67 Prozent erkennen steigende Aggressivität auf deutschen Straßen +++ Verpflichtende Fahreignungsseminare und Anti-Aggressions-Trainings notwendig +++ Rund 40.000 mehrfach auffällige Verkehrsgefährder in Deutschland +++

TÜV-Verband fordert flächendeckende intelligente Verkehrssteuerung

+++ Digitale Technologien für die Verbesserung der Verkehrssicherheit nutzen +++ Technische Sicherheit muss mit der Digitalisierung Schritt halten +++ Schutz schwächerer Verkehrsteilnehmer:innen in den Fokus rücken +++ TÜV-Verband veröffentlicht Positionspapier +++

Technik-Check bei Wohnmobilen: TÜV-Tipps zum Start der Camping-Saison

Egal ob das Wohnmobil im Winter nicht genutzt wurde oder beim Wintercamping zum Einsatz kam – sobald die Temperaturen steigen, ist es Zeit für einen umfassenden Frühjahrscheck. Mit den Tipps des TÜV-Verbands (VdTÜV) gelingt der sorgenfreie Start in die Campingsaison.

Verkehrssicherheitscharta

Der VdTÜV ist Unterzeichner der Europäischen Verkehrssicherheits-Charta.