Zahl der Verkehrstoten ist 2012 rückläufig

So wie die aktuellen statistischen Angaben vermuten lassen, sinkt die Zahl der Verkehrstoten im Vergleich von 2012 zum Vorjahr wieder. Die Bundesanstalt für den Straßenverkehr (BASt) rechnet für das Jahr 2012 mit maximal 3750 Getöteten, das würde einem Rückgang gegenüber 2011 von 6,5 Prozent entsprechen. Allerdings läge die Zahl dann noch immer über dem Niveau von 2010: Damals kamen 3648 Menschen im Straßenverkehr ums Leben – das war der niedrigste Wert seit der Wiedervereinigung.
Die EU-Kommission will die Zahl der Verkehrsunfälle senken.
Verkehrsunfall (Bild: Pixelio)

Erfreulich ist der starke Rückgang der Zahl der getöteten Motorradfahrer: Kamen 2011 noch 708 Zweiradfahrer ums Leben, wird die Zahl wohl 2012 um mindestens 100 sinken. Auch bei den Fußgängern verzeichnen die Statistiker einen Rückgang von rund zehn Prozent. Doch wo Licht ist, ist auch Schatten: Im Jahr 2012 kommen wohl sogar mehr Radfahrer im Straßenverkehr ums Leben als 2011 – schon da lag die Zahl sehr hoch. Auch bei den Moped- und Mofa-Nutzern ist kein Rückgang zu erwarten.

Ein Blick auf die Altersgruppen zeigt, dass hier wohl in allen Bereichen Rückgänge zu verzeichnen sind. Die BASt geht von rund 80 getöteten Kindern im Jahr 2012 aus gegenüber 86 im Jahr 2011. Bei den jungen Erwachsenen (18-24 Jahre) – einer Hochrisikogruppe – und bei den Erwachsenen (25-64 Jahre) sollen die Zahlen laut BASt um rund acht Prozent sinken. Und auch bei den Senioren gehen die Zahlen wohl zurück. Hier hatten die Statistiker 2011 einen besonders starken Anstieg gemeldet.

Bei der Betrachtung der Straßenarten fällt auf: Besonders deutlich ist der Rückgang von 2011 auf 2012 im Bereich der Autobahnen und Landstraßen: 12 Prozent weniger Menschen kamen auf den Autobahnen ums Leben, außer Orts ohne Autobahnen verzeichnen die Statistiker einen Rückgang von rund acht Prozent. Dagegen nehmen die Zahlen innerorts wohl nur um rund einen Prozent ab. Die Gesamtfahrleistung von 717,6 Milliarden Fahrzeugkilometern im Jahr 2011 wird auf etwa 709 absinken (minus 1,2 Prozent). Das fahrleistungsbezogene Risiko im Straßenverkehr getötet zu werden, wird sich damit auf etwa 5,3 Getötete je eine Milliarde Fahrzeugkilometer reduzieren (2011: 5,6).

Bei aller Freude: Noch immer werden viel zu viele Menschen im Straßenverkehr getötet oder verletzt. Es gibt also keinen Grund zur Entwarnung. Der VdTÜV engagiert sich auf ganz vielfältige Art und Weise für mehr Sicherheit auf den europäischen Straßen. Unter anderem ist er seit 2004 Unterzeichner der Europäischen Charta für Verkehrssicherheit. Zudem organisiert der Verband regelmäßig Kongresse wie den Sachverständigentag und den Fit to Drive-Kongress. Hier tauschen sich europäische Experten rund um alle Themen der Verkehrssicherheit aus. So sorgt der Verband für einen schnellen und verlässlichen Wissenstransfer.

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