Vertrauen ist gut, "Geprüfte Sicherheit" ist besser! - Europa darf das GS-Zeichen nicht abschaffen

Ein erhebliches Risiko für Verbraucher in ganz Europa befürchtet der VdTÜV, sollte die EU-Kommission ihr Konzept zur Weiterentwicklung des europäischen Binnenmarktes umsetzen. Der Verband kritisiert insbesondere das geplante Verbot freiwilliger Prüfzeichen auf Verbraucherprodukten. Im Zuge der Überarbeitung des Rechtsrahmens zur Gestaltung des Binnenmarktes („Review of the New Approach“) will die EU-Kommission durchsetzen, dass künftig auf Produkten nur noch die CE-Kennzeichnung angebracht werden darf. Sie vertritt die Ansicht, diese reiche als Sicherheitsnachweis aus. „Dabei handelt es sich um eine grobe Fehleinschätzung“, erklärt Dr. Klaus Brüggemann, Geschäftsführendes Präsidiumsmitglied des VDTÜV. „Die CE-Kennzeichnung ist eine bloße Selbsterklärung des Herstellers darüber, dass er die wesentlichen Anforderungen der Richtlinien eingehalten hat, die er ohnehin einhalten muss.“ Adressaten der CE-Kennzeichnung sind nicht die Verbraucher, sondern die Marktzugangsbehörden der EU-Mitgliedstaaten. „Wer die CE-Kennzeichnung als Sicherheitszeichen darstellt, stellt den Vertrauensvorschuss für Hersteller über das Bedürfnis der Verbraucher nach geprüfter Sicherheit “, so Dr. Brüggemann, „Eine Selbsterklärung des Herstellers kann keinen wirkungsvollen Schutz gegen Irrtum, Fahrlässigkeit oder Missbrauch bieten.“

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