VdTÜV präsentiert Forschungsvorhaben zur Anlagensicherheit

Der VdTÜV präsentierte nun in Berlin die Ergebnisse des TÜV-Forschungsvorhabens „Kriterien für die Beurteilung von Gefährdungen durch technische Anlagen“. Fachleute entwickelten darin einen Ansatz, das Gefährdungspotenzial von Anlagen zu berechnen.
Prof. Dr.-Ing. Ulrich Hauptmanns von der Otto-von-Guericke-Universität in Magdeburg präsentierte die Ergebnisse des TÜV Forschungsvorhabens. (Foto: VdTÜV/Rosenthal)
Prof. Dr.-Ing. Ulrich Hauptmanns von der Otto-von-Guericke-Universität in Magdeburg präsentierte die Ergebnisse des TÜV Forschungsvorhabens. (Foto: VdTÜV/Rosenthal)

Dampfkessel, Druckbehälter, Aufzüge – aus guten Gründen stehen diese Anlagen unter besonderer Aufsicht. Das Geräte- und Produktsicherheitsgesetz enthält den Katalog dieser überwachungsbedürftigen Anlagen und regelt ihre regelmäßige Prüfung durch unabhängige Dritte. Seit Jahrzehnten ist der Katalog allerdings nicht fortgeschrieben worden. Dabei sind inzwischen eine Vielzahl neuer Anlagenarten in Betrieb, die ebenfalls ein hohes Gefährdungspotenzial für Beschäftigte und Dritte darstellen. Andere haben hingegen an Bedeutung verloren.

Fachleute für Anlagensicherheit

Um den Katalog zu aktualisieren und Anlagen verlässlich in die Kategorie „überwachungsbedürftig“ einstufen zu können, haben die TÜV ein Forschungsvorhaben initiiert. Dieses stellten die Autoren, Prof. Dr.-Ing. Ulrich Hauptmanns und Jun.-Prof. Dr.-Ing. Marcus Marx von der Otto-von-Guericke-Universität in Magdeburg, nun vor. Am 27. Oktober erläuterte Prof. Hauptmanns, der in Magdeburg Anlagensicherheit lehrt, die Erkenntnisse in Berlin.

Nachvollziehbarer und methodischer Ansatz

Prof. Hauptmanns und Jun.-Prof. Marx, national und international tätigen Wissenschaftler auf dem Gebiet der Sicherheitstechnik von Anlagen, entwickelten im Rahmen des Forschungsvorhabens Beurteilungskriterien für sicherheitstechnische Prüfungen. Sie entwarfen einen nachvollziehbaren und methodischen Ansatz. Die Fachleute analysierten dabei den Energieinhalt systematisch als mögliches Kriterium. Bei fehlender Vergleichsmöglichkeit wurden Probit-Beziehungen und risikobasierte Ansätze herangezogen. Hiermit lassen sich vorausschauend Erkenntnisse zur Notwendigkeit sicherheitstechnischer Prüfungen von Arbeitsmitteln und Anlagen ableiten. Diese können Unfälle vermeiden und Menschenleben retten.

Forschungsergebnisse dokumentiert

Die Forschungsergebnisse sind im Band 18 aus der Schriftenreihe "Recht und Technik" des VdTÜV dokumentiert. Sie können diesen Band mit anhängendem Formular bestellen.

Zusatzinformationen

Ansprechpartner

Referent Fahrerlaubnis, Bildung und Personalentwicklung, Begutachtung und Förderung der Fahreignung
T +49 30 760095-480