VdTÜV organisiert erfolgreiche CITA-Konferenz in Berlin

Elektronik-Hauptuntersuchung, Diesel-Abgasuntersuchung und optimierte Datenbänke waren unter anderem Themen auf der CITA-Konferenz in Berlin. Der VdTÜV organisierte das Experten-Treffen am 5. und 6. Mai. Die Veranstalter waren zufrieden mit den erzielten Ergebnissen.
Dr. Andreas Scheuer, Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, sprach auf der CITA-Konferenz in Berlin. (Foto: Rosenthal/VdTÜV)
Dr. Andreas Scheuer, Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, sprach auf der CITA-Konferenz in Berlin. (Foto: Rosenthal/VdTÜV)

Zufrieden mit den Ergebnissen: Nach zweitägigem CITA-Kongress in Berlin ziehen die Mitglieder des „Comite International De l'Inspection Technique Automobile“ (CITA) eine durchweg positive Bilanz. In der CITA arbeiten weltweit Akteure und Organisationen zusammen, die Fahrzeuge überwachen. Sie eint das Interesse am Austausch von Informationen sowie der Entwicklung von Best Practice-Modellen und internationalen Normen im Bereich der Sicherheitsinspektionen von Fahrzeugen haben. Die Arbeit der CITA konzentriert sich auf die Verbesserung der Nachhaltigkeit des Verkehrs mit Schwerpunkt auf der Verkehrssicherheit und dem Umweltschutz.

Unterstützung aus dem BMVBS

Als besonderen Erfolg des vom VdTÜV am 5. und 6. Mai veranstalteten Kongresses wertete Prof. Claus Wolff, CITA-Ehrenvizepräsident, unter anderem die Unterstützung durch Dr. Andreas Scheuer, Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium. Scheuer hatte in seiner Rede vor den mehr als 300 Besuchern der Konferenz die Vorbildfunktion Deutschlands bei der regelmäßigen technischen Überwachung von Fahrzeugen betont. Vor allem im Bereich der so genannten Elektronik-Hauptuntersuchung ist Deutschland Vorreiter. Ab 2012 nehmen die Sachverständigen der Überwachungsorganisationen bei der HU auch die elektronischen Sicherheits-Komponenten genau unter die Lupe. Über die so genannte On-Board-Schnittstelle prüfen sie die korrekte Funktion von Airbag, ESP und Co.

Basis für Verhandlungen in Brüssel

Die Erfahrungen hieraus wird Deutschland nach den Worten Scheuers zum einen der CITA zur Verfügung stellen, zum anderen aber auch als Basis künftiger Verhandlungen in Brüssel verwenden. Die Weiterentwicklung und Harmonisierungen der periodischen Fahrzeugüberwachung ist in der EU ein wichtiges Thema.

Daten für Werkstätten und Überwachungsorganisationen

Ein weiteres Thema auf der CITA-Konferenz waren EU-Richtlinien, die vorschreiben, dass Fahrzeugdaten offen zur Verfügung gestellt werden müssen. Werkstätten und Überwachungsinstitutionen sowie Pannendienste können dann auf die Daten für ihre Arbeit zugreifen. „Hier ist die Autoindustrie sehr kooperativ“, erklärte Prof. Wolff. Die CITA arbeitet nun daran mit, Formate festzulegen, die den Zugriff auf die Daten vereinheitlichen.

Aktionsplan für Europa

Die Teilnehmer der CITA-Konferenz verabschiedeten in Berlin einen Aktions-Plan für Europa. Zentrale Punkte sind:

> die Integration elektronischer Systeme in die periodische technische Überwachung von Fahrzeugen

> ein handhabbares Verfahren für die Abgasprüfung von Diesel-Fahrzeugen

> die Koordination und Weiterentwicklung bestehender Typdatenbänke. Hier wollen die Fachleute auch Datenbänke erstellen, die den Fahrzeugzustand über den Lebenszyklus abbilden. Sie sollen beispielsweise erfassen, wenn Änderungen gegenüber der ursprünglich zugelassenen technischen Spezifikation vorgenommen werden.

Nächste Konferenz in Spanien

Die internationalen CITA-Fachleute trafen sich zum zweiten Mal in Deutschland: Bereits 1998 war der VdTÜV Ausrichter der CITA-Konferenz, damals in Bonn. Der nächste CITA-Kongress wird 2013 im spanischen Sevilla stattfinden.

Ansprechpartner

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