VdTÜV-Position: Regulativer Nachbesserungsbedarf für sichere IoT-Produkte in Europa

Funktionen, Anwendungsbereiche sowie Charakteristika von Produkten verändern sich im „Internet of things“ (IoT) und die Komplexität nimmt zu. Bestimmte Produkte, die aufgrund nur geringer von ihnen ausgehender Gefahren bislang keiner unabhängigen Konformitätsbewertung bedürfen, müssen infolge ihrer Vernetzung völlig neu mit Blick auf ihr Gefährdungspotential und notwendige funktionstüchtige Schutzmaßnahmen bzw. Schutzvorrichtungen beurteilt werden.
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© Zapp2Photo / Shutterstock.com - Industrial internet of things

Die Vernetzung von Geräten und Maschinen über das Internet zu komplexen Systemen führt zu erweiterten Funktionalitäten, die nicht mehr ausschließlich im einzelnen Produkt selbst, sondern im „Backend-System“ bzw. Produktverbund liegen können. Aufgrund der erweiterten Funktionalitäten und der drastisch höheren Anzahl an digitalen Verbindungen besteht die Möglichkeit potenzieller Zugriffe unbefugter Dritter mit entsprechenden Bedrohungs- und Angriffsszenarien. Diese neuen Funktionalitäten und Produkteigenschaften sollten produktübergreifend geprüft werden.

Damit rückt das Problem der „Robustheit“ von IoT-Produkten vor Cyberangriffen unter Produktsicherheitsaspekten in den Mittelpunkt. Zu klären ist, ob und in welchem Umfang die „Robustheit“ zu den einzuhaltenden Sicherheitsanforderungen an ein Produkt zu rechnen ist. Denn sofern ein IoT-Produkt durch entsprechende technische Sicherheitsvorkehrungen gegen Cyberattacken zwingend zu schützen ist, wäre dies auch im Rahmen der erforderlichen Konformitätsbewertung zu beachten bzw. zu überprüfen.

Der VdTÜV hat Handlungsempfehlungen an die EU-Kommission formuliert.

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