TÜV Thüringen gibt Tipps für sicheren Start in die Caravan-Saison

Wohnmobil und Caravan sind beliebte Reisebegleiter. Für Unerfahrene hinterm Steuer kann die Fahrphysik von Wohnanhänger oder Reisemobil aber zur Herausforderung werden. Auch bei der Reisevorbereitung gilt es, einiges zu beachten.
Nun geht´s los, die Caravan- und Camping-Saison beginnt. Wer sicher unterwegs sein will, sollte vor dem Start aber einige Dinge beachten. Hilfreiche Tipps gibt nun der TÜV Thüringen. (Foto: Gilles Lougassi/Fotolia)
Nun geht´s los, die Caravan- und Camping-Saison beginnt. Wer sicher unterwegs sein will, sollte vor dem Start aber einige Dinge beachten. Hilfreiche Tipps gibt nun der TÜV Thüringen. (Foto: Gilles Lougassi/Fotolia)

Jetzt geht die Caravan-Saison richtig los. Bevor Reisende starten, sollten sie aber einige Besonderheiten beachten. Wohnwagen und Wohnmobile sind besonders windanfällig, daher ist besondere Vorsicht beim Befahren von Autobahnbrücken und Überholvorgängen von Lkw angebracht. Auch das Bremsverhalten stellt sich bei Wohnmobilen und Caravan-Kombinationen anders dar als beim herkömmlichen Pkw. Der Schwerpunkt liegt höher als gewohnt, was zu einer stärkeren Seitenneigung bis hin zum Umkippen führen kann.

Erst mal langsam das Fahrverhalten kennenlernen

Fahranfängern in Sachen Wohnmobil und Caravan rät der Verkehrsexperte Torsten Hesse vom TÜV Thüringen zum vorsichtigen Herantasten an das deutlich andere Fahrverhalten gegenüber einem Pkw. Wohnmobile und Caravan-Gespanne sind breiter und höher als das gewohnte Auto. Das ist bei Durchfahrten, entgegenkommendem Verkehr, beim Abbiegen sowie in Autobahnbaustellen zu beachten. „Gerade das Abbiegen in engen Kurven macht den meisten schwer zu schaffen. Schnell ist man über einen Bordstein gefahren, hat ein Verkehrsschild oder ein parkendes Auto touchiert“, so Hesse.

Ordnung im Wagen

Für die Reisevorbereitung rät er, Gepäck beim Caravan möglichst im Kofferraum des Zugfahrzeuges zu verstauen. Gegenstände sollten sowohl im Wohnmobil als auch im Caravan weit unten, gesichert untergebracht werden. So fliegen sie in kritischen Fahrsituationen nicht durch die Gegend und verschieben den Schwerpunkt des Fahrzeugs.

Auf das Gesamtgewicht achten

Neben der Fahrphysik sollten beim Fahren mit Wohnwagengespannen und Wohnmobilen aber auch einige Sicherheitshinweise beachtet werden. Niemals darf die zulässige Anhängelast des Pkw sowie das zulässige Gesamtgewicht des Gespannes überschritten werden. Bei Überladung droht Lebensgefahr, da das Gespann unbeherrschbar werden kann. Generell gilt in Deutschland Tempo 80 für das Fahren mit Anhänger. Wenn Wohnanhänger und Zugfahrzeug gewisse Voraussetzungen mitbringen, darf je nach Geschwindigkeitsbegrenzung Tempo 100 gefahren werden. Das Überschreiten der maximal zulässigen Geschwindigkeit kann zu instabilen Fahrverhalten und im Falle eines Unfalls zum Verlust des Versicherungsschutzes führen.

Blick auf die Schläuche und Bauteile

Die meisten Wohnmobile und Caravans verfügen über eine Gasanlage. In Wohnmobilen sollten diese alle zwei Jahre durch autorisierte Personen überprüft werden. Andernfalls können unter Umständen Campingplatzbetreiber einen Standplatz verweigern. Vor Saisonstart rät Hesse, alle Verbraucher auf Funktion zu testen sowie Schläuche und Bauteile der Flüssiggasanlage auf Risse und Beschädigungen zu untersuchen. Wer auf Nummer sicher gehen will, lässt seine Gasanlage vom Profi auf Dichtheit prüfen, zum Beispiel an einer Prüfanlage des TÜV.

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