TÜV SÜD tritt Desertec-Initiative bei

Das Projekt ist ambitioniert: Mit Hilfe von Desertec sollen bis 2050 rund 15 Prozent des europäischen Strombedarfs aus Nordafrika und dem Nahen Osten kommen. Mit an Bord ist die TÜV SÜD AG. Sie berät und zertifiziert rund um Planung, Bau und Betrieb von Anlagen zur regenerativen Energieerzeugung.
Die Desertec-EU-MENA-Karte: Skizze einer möglichen Infrastruktur für eine nachhaltige Stromversorung in Europa, dem Nahen Osten und Nord-Afrika. (Bild: DESERTEC Foundation, www.desertec.org)
Die Desertec-EU-MENA-Karte: Skizze einer möglichen Infrastruktur für eine nachhaltige Stromversorung in Europa, dem Nahen Osten und Nord-Afrika. (Bild: DESERTEC Foundation, www.desertec.org)

Die TÜV SÜD AG ist der Desertec Industrial Initiative (Dii) als Associated Partner beigetreten. Damit forciert der internationale Dienstleistungskonzern sein Engagement im Bereich der regenerativen Energien. TÜV SÜD bietet umfassende Unterstützung bei Planung, Bau und Betrieb von Anlagen zur regenerativen Energieerzeugung und bei der Realisierung von innovativen Pilotprojekten.

Fundamentaler Beitrag

„Im Moment ist Desertec das wahrscheinlich wichtigste und ambitionierteste Projekt zum Einsatz von regenerativen Energien weltweit“, sagt Dr. Manfred Bayerlein, Vorstand Operations Management der TÜV SÜD AG. „Die beteiligten Unternehmen leisten einen fundamentalen Beitrag für den Auf- und Ausbau einer nachhaltigen Energieversorgung.“ Als einer der weltweit führenden Prüf- und Zertifizierungsdienstleister habe TÜV SÜD das Know-how und die Erfahrungen, um innovative Technologien sicher, zuverlässig und wirtschaftlich zu machen. „Unsere Kunden aus der Kraftwerks- und Energiewirtschaft profitieren von unserem ganzheitlichen Blick auf ihre Anlagen und von unserem umfassenden Dienstleistungsspektrum“, so Dr. Bayerlein. Das betreffe auch die Unterstützung bei Bau, Planung und Betrieb von Photovoltaik-Anlagen, solarthermischen Kraftwerken und Windenergieanlagen sowie bei der erfolgreichen Realisierung von innovativen Pilotprojekten.

Strom aus Nordafrika

Die Desertec Industrial Initiative (Dii) GmbH hat sich zum Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2050 rund 15 Prozent des europäischen Strombedarfs mit Sonnen- und Windenergie zu decken. Dafür soll eine Vielzahl von vernetzten solarthermischen Kraftwerken und Windenergieanlagen in Nordafrika und im Nahen Osten errichtet werden. Der Strom aus diesen Anlagen soll über Fernleitungen in das europäische Stromnetz eingespeist werden und auch einen erheblichen Anteil des Strombedarfs in den Erzeugerstaaten abdecken. Die Dii GmbH soll die Voraussetzungen für die zügige Umsetzung des Desertec-Konzepts schaffen. Sie konzentriert sich in ihrer Arbeit auf die Entwicklung der dafür nötigen ökonomischen, technischen und regulatorischen Rahmenbedingungen.

Konstruktive Dienstleistungen

„Weltweit werden erneuerbare Energien und alternative Konzepte zur Energieerzeugung immer wichtiger“, betont Dr. Boris Gehring, Leiter des Geschäftsbereichs Industrie Service von TÜV SÜD. „Wir sind überzeugt, dass wir mit unserem Know-how und unseren Erfahrungen einen konstruktiven Beitrag zur Arbeit der Desertec Industrial Initiative und zur erfolgreichen Realisierung des Desertec-Projekts leisten können.“ Das Leistungsspektrum von TÜV SÜD reicht nach Aussage von Dr. Gehring über Machbarkeitsstudien, Beratungen zu regulatorischen und finanziellen Rahmenbedingungen und Analysen der Auswirkungen auf die Umwelt über die Prüfung und Zertifizierung von Anlagen, Modulen und Komponenten, die Begleitung beim Bau von solarthermischen Kraftwerken, Photovoltaik-Anlagen und Windenergieanlagen und das Monitoring von Infrastrukturprojekten bis zu GreenPower-Zertifizierungen und zur Bewertung von Einzelprojekten hinsichtlich der möglichen Ausgabe von Emissionsreduktionszertifikaten.

Weltweiter Support

Die Experten von TÜV SÜD unterstützen weltweit Hersteller, Betreiber und Investoren bei Planung, Bau und Inbetriebnahme sowie beim laufenden Betrieb von Anlagen zur regenerativen Energieerzeugung – von Photovoltaik-Anlagen und solarthermischen Kraftwerken über Windenergieanlagen und Tiefengeothermie-Kraftwerke bis zu Wasserkraftwerken und Biomasseanlagen.

Ansprechpartner

Referent Fahrerlaubnis, Bildung und Personalentwicklung, Begutachtung und Förderung der Fahreignung
T +49 30 760095-480