TÜV SÜD prüft Pedelecs: Vorfahrt für Sicherheit und Qualität

Die Deutschen fahren auf E-Bikes und Pedelecs ab. Vor allem die Pedelecs, die eine elektromotorische Unterstützung beim Tritt in die Pedale liefern, sind heiß begehrt. Für Sicherheit und Qualität können sich die Käufer auf Prüfzeichen verlassen.
Die Verbraucher kaufen immer mehr Fahrräder mit elektromotorischer Unterstützung. Dabei sollten sie auf Sicherheit und Qualität der Räder achten. (Foto: Pixel/Fotolia)
Die Verbraucher kaufen immer mehr Fahrräder mit elektromotorischer Unterstützung. Dabei sollten sie auf Sicherheit und Qualität der Räder achten. (Foto: Pixel/Fotolia)

Im Jahr 2010 wurden in Deutschland knapp 200.000 Pedelecs und E-Bikes verkauft. Der Trend zur elektromotorischen Unterstützung von Fahrrädern ist also ungebrochen. Das zeigt auch die Bike Expo, die vom 21. bis 23. Juli 2011 in München stattfindet. Mit dem TÜV SÜD-Prüfzeichen für Pedelecs können sich Hersteller und Händler im schnell wachsenden Markt einen Vorsprung verschaffen.

Beim Pedelec hilft der Motor nur beim Treten

Der Zweirad-Industrie-Verband e.V. (ZIV) geht davon aus, dass es sich bei rund 95 Prozent der in Deutschland verkauften Elektro-Fahrräder um Pedelecs handelt. Die restlichen 5 Prozent entfallen auf E-Bikes. Während ein E-Bike auch allein mit Elektroantrieb fahren kann, setzt beim Pedelec der Motor nur ein, wenn der Radfahrer in die Pedale tritt. Für ein E-Bike sind eine Betriebserlaubnis nach § 21 Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) oder eine vergleichbare EG-Betriebserlaubnis und ein Versicherungskennzeichen notwendig, bei Pedelecs gibt es keine Einschränkungen oder Pflichten hinsichtlich Zulassung, Führerschein oder Tragen eines Helmes.

Achtung: Qualitätsmängel

„Der Markt für Pedelecs boomt. Mit dem Angebot steigt leider auch der Anteil an Produkten mit Qualitätsmängeln“, sagt Peter Hartmann, bei TÜV SÜD Product Service als Teamleiter für den Produktbereich Sport und Spiel zuständig. „Mit einem Prüfzeichen von TÜV SÜD können Hersteller ein deutliches Signal in Richtung ihrer Kunden senden und sich damit einen wichtigen Wettbewerbsvorteil verschaffen.“ Die Prüfzeichen signalisieren Händlern und Verbrauchern, dass die Produkte hohen Ansprüchen genügen. Auf dem Weg zur Zertifizierung beurteilen die Produktspezialisten die Pedelecs nach der DIN EN 15194 für elektromotorisch unterstützte Fahrräder (EPAC, en: electric power assisted cycles). Darin enthalten sind unter anderem die DIN EN 14764 (sicherheitstechnische Anforderungen an City- und Trekking-Fahrräder), die Aspekte der elektrischen Sicherheit und der Elektromagnetischen Verträglichkeit (EMV), Mindestanforderungen an die Steuerungen nach DIN EN 13849 Level C sowie Prüfpunkte aus der Maschinenrichtlinie (2006/42/EG) und aus der DIN 79100 (Anforderungen an die mechanische Betriebsfestigkeit).

GS-Zeichen signalisiert Sicherheit

„Das TÜV SÜD-Oktagon auf dem Pedelec signalisiert Händlern und Verbrauchern, dass das Produkt hinsichtlich qualitativer Ausführung, Verarbeitung, Handling und Fahreigenschaften dem Stand der Technik entspricht“, erklärt Peter Hartmann. Findet sich ein GS-Zeichen auf dem Produkt, ist dieses sicher. Dafür prüfen die TÜV SÜD-Experten nicht nur Prototypen bzw. Baumuster, sondern kontrollieren auch die Serienproduktion – beispielsweise durch Qualitätsschecks von Stichproben in den Fertigungsstätten oder die umfassende Prüfung von Serienmustern unter Sicherheits- und Gebrauchsbedingungen.

Ansprechpartner

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