VdTÜV-Stellungnahme zur Verbesserung der Luftqualität und den Nachrüstungen von Diesel-Fahrzeugen

Zur Verbesserung der Luftqualität und der Nachrüstung von Diesel-Fahrzeugen befragt der Ausschuss für Verkehr und digitale Infrastruktur am Montag, den 25. Juni 2018, Sachverständige in einer öffentlichen Anhörung. Die Anträge der Fraktionen der FDP und der Linken bewertet der TÜV-Verband in einer schriftlichen Stellungnahme.
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© TÜV NORD AG | Hauptuntersuchung

Die Emissionen von Luftschadstoffen sind die bedeutendste umweltbedingte Ursache für vorzeitige Todesfälle in Deutschland und der EU. Sie führen u.a. zu Atemwegserkrankungen und erheblichen Gesundheitskosten in allen Volkswirtschaften. Den neuesten Daten zufolge sind in der EU drei Luftschadstoffe (PM 2.5, NOx und O3) allein für 400.000 vorzeitige Todesfälle pro Jahr verantwortlich, von denen 70.000 in direktem Zusammenhang mit Stickstoffdioxid (NO2) stehen. Der Stadtverkehr ist auch eine der Ursachen für die Überschreitung der Luftverschmutzungsgrenzwerte in zahlreichen Ballungsgebieten. In den vergangenen Jahren hat sich die NOx-Konzentration in deutschen Städten gebessert. 2016 gab es 90 Städte, die den Jahresmittelgrenzwert überschritten haben, 2017 waren es rund 25 weniger. In einer Reihe von Städten sind jedoch erhebliche zusätzliche Maßnahmen nötig, um unter den NOx-Grenzwert von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter zu kommen.

Ein großes Potenzial zur Verbesserung der Luftqualität in Ballungszentren bietet nach Ansicht des VdTÜV u.a. die Umsetzung moderner und umweltschonender Verkehrskonzepte. Mobilität muss neu gedacht werden. Hierzu braucht es klare Vorschläge und Orientierungshilfen für die Kommunen zur praktischen Umsetzung multimodaler Verkehrskonzepte. Die konsequente Entwicklung und Nutzung digitaler Innovationen schaffen hierfür ideale Voraussetzungen. Neue Mobilitätsangebote können dadurch auf die individuellen Bedürfnisse maßgeschneidert und gleichzeitig umweltschonend sein.

Stellungnahme zum Download

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