VdTÜV-Ratgeber: Sicherheit und Spaß auf Volksfesten – Was gilt es zu beachten?

Karussells, Achterbahnen und Riesenräder begeistern jedes Jahr tausende Besucher auf Volksfesten wie dem Münchner Oktoberfest. Die Fahrgeschäfte sind im Betrieb enormen Beanspruchungen ausgesetzt. Damit die Mitfahrer auch ein sicheres Fahrvergnügen erleben, werden die Fahrgeschäfte regelmäßig von unabhängigen Sachverständigen wie den TÜV-Experten auf ihre Sicherheit überprüft. Wie auch die Fahrgäste selbst mit einfachen Regeln für ihre Sicherheit beim Fahrvergnügen sorgen können, erklärt der VdTÜV e.V.
Karussell Fahrgeschäft Rummel Kirmes Volksfest
Karussell (© VdTÜV)

  • Immer die Hinweise und Signale des Personals bei der Fahrt beachten.
  • Mindestalter und Mindestgröße beachten, gerade bei Kindern
  • Vor dem Start sollten die Fahrgäste sicherstellen, dass das Personal den geschlossenen Bügel kontrolliert, sodass er fest sitzt.
  • Kinder sind aufgrund der auftretenden Fliehkräfte auf die ausgeschilderten Sitze zu platzieren.
  • Kinder unter acht Jahren dürfen gemäß den Hinweistafeln nur in Begleitung eines aufsichtsführenden Erwachsenen die Fahrgeschäfte benutzen.
  • Nicht nur für Kinder, auch für erwachsene Fahrgäste gelten Altersbeschränkungen.
  • Personen mit Erkrankungen sollten sich selbst eine Grenze für spezielle Fahrgeschäfte setzen, um Gesundheitsrisiken zu vermeiden.
  • Nicht nach starkem Medikamenten-, Drogen- oder Alkoholkonsum ins Fahrgeschäft einsteigen.
  • Immer sitzen bleiben, bis das Fahrgeschäft auch wirklich still steht.


Fahrgeschäfte sind Anlagen, die in Deutschland einer gesetzlichen Prüfpflicht und den Landesbaurechten unterliegen. Nach jedem Aufbau eines Fahrgeschäftes erfolgt vor Ort eine Gebrauchsabnahme, die je nach Bundesland die bauaufsichtliche Behörde übernimmt. Die TÜV-Experten überprüfen die Sicherheit, Standfestigkeit, Konstruktion des Fahrgeschäfts und die Übereinstimmung mit den geltenden Vorschriften. Auch eine Probefahrt wird vorgenommen. Falls für den Benutzer gesundheitliche Bedenken bestehen, hat der Prüfer die Möglichkeit einen medizinischen Gutachter hinzuziehen. Für jedes Fahrgeschäft haben die Schausteller ein Prüfbuch, in dem alle Prüfungen und Abnahmen sowie auferlegte Nachbesserungsmaßnahmen dokumentiert werden. Wenn bei der Prüfung ein sicherheitsrelevanter Mangel festgestellt wird, muss der Betreiber diesen vor der Inbetriebnahme abstellen. Auch Erstabnahmen für neue Fahrgeschäfte und wiederkehrende Prüfungen, die je nach Art des Fahrgeschäftes variieren, werden von den TÜV-Sachverständigen ausgeführt.

Weitere Ratgeber-Artikel finden Sie hier.

Ansprechpartner

T +49 30 760095-320