Eignung von Personenkraftwagen als Prüfungsfahrzeuge

Eignung von Personenkraftwagen als Prüfungsfahrzeuge (gemäß Richtlinie vom 1.10.1998 (VkBl 1998 S.1136) – StV 11/36.10.15-06 in der Neufassung gemäß Richtlinie vom 29.10.2002 (VkBl. 2002 S. 756) - S 31/36.10.16-06) in der jeweils gültigen Fassung.

Die Zusammenstellung enthält in Tabellenform die dem VdTÜV genannten Personenkraftwagen (Pkw), die nach der "Neufassung der Richtlinie für die Begutachtung von Personenkraftwagen auf ihre Eignung als Prüfungsfahrzeuge" vom 29.10.2002 mit dem Ergebnis "geeignet" begutachtet worden sind.

Die Tabellen enthalten für den Prüfungsbetrieb wichtige Angaben zur Stellung des rechten Vordersitzes (Raste von vorn gezählt) und zur Ausführung des begutachteten Pkw (z.B. mit/ohne Schiebedach). Andere Ausführungen (z.B. Sondersitze) oder nachträgliche Änderungen können die Eignung in Frage stellen.

Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass weitere Pkw als "geeignet" begutachtet worden sind, dies aber dem VdTÜV nicht mitgeteilt wurde. Auskunft können in solchen Fällen die für die Homologation zuständigen Stellen bei den Fahrzeugherstellern geben.

Hinweis:

Nach der bisherigen "Richtlinie für die Begutachtung von Personenkraftwagen auf ihre Eignung als Prüfungsfahrzeuge" vom 27.04.1993 (VkBl 1993 S. 404) sowie die vor der hier zu Grunde liegenden Neufassung der Richtlinie vom 1.10.1998 mit dem Ergebnis "geeignet" begutachtete Pkw können ohne Befristung weiterhin eingesetzt werden (siehe die Zusammenstellung September 1998 mit den Nachträgen 1-3 sowie die Zusammenstellung Mai 2003).

Zu beachten sind besonders die Anforderungen der Prüfungsrichtlinie Nr. 4.1.2.5 hinsichtlich der Sicht.

Es muss gewährleistet sein, dass der aaSoP alle für den Ablauf der praktischen Prüfung wichtigen Verkehrsvorgänge beobachten kann (Anlage 7 Nr. 2.2.16 FeV). Bei Verwendung von getönten Scheiben sollten die Anforderungen der Richtlinie 92/22 EWG Anhang II B (ECE-Regelung 43) an die vorderen Seitenscheiben – in der jeweils gültigen Fassung zum Zeitpunkt der erstmaligen Zulassung des Fahrzeugs 1) – auch bei den hinteren Seitenscheiben und der Heckscheibe nicht unterschritten werden. Stärker getönte Scheiben sind jedoch zulässig, wenn die Fahrzeuge serienmäßig und werksseitig damit ausgerüstet sind und der Transmissionsgrad (Lichtdurchlässigkeit) einen Wert von 35% nicht unterschreitet. Das Anbringen von Folien ist unzulässig.

Insofern können Prüfungsfahrzeuge nur als solche anerkannt und praktische Prüfungen nur dann durchgeführt werden, wenn die geforderten Werte für den mindest erforderlichen Transmissionsgrad nachweislich eingehalten werden.

Es wird empfohlen, sich vom Fahrzeughersteller beim Kauf des Fahrzeugs ggf. auch nachträglich, eine entsprechende Bestätigung bezogen auf die Fahrzeug-Identifikations-Nummer (FIN) ausstellen zu lassen, um in Zweifelsfällen den Nachweis erbringen zu können.

1) ECE-R 43 Anhang 3 Werte für den erforderlichen Transmissionsgrad (Lichtdurchlässigkeit): 75% für Windschutzscheiben; 70% für Seiten- und Heckscheiben.

Ansprechpartner

Referent Fahrerlaubnis, Bildung und Personalentwicklung, Begutachtung und Förderung der Fahreignung
T +49 30 760095-480