Neu zugelassene Pkw stießen 2008 durchschnittlich 165 Gramm CO2 aus

Bis 2020 will die Bundesregierung die CO2-Emissionen im Verkehrsbereich um über 30 Millionen Tonnen senken. Sie sieht dazu verschiedene Maßnahmen vor: Neuwagen sollen ab 2015 maximal 130 g/km CO2 ausstoßen und die Biokraftstoffe sollen ausgebaut werden.
Die CO2-Emissionen des Transport-Sektors könnten stark steigen. Das würde die Bemühungen in anderen Bereichen zunichte machen. (Foto: Harry Hautumm/Pixelio)
Der Verkehr der Zukunft in Europa soll vor allem geringere CO2-Emissionen aufweisen. (Foto: Harry Hautumm/Pixelio)

Durchschnittlich pusteten die in Deutschland neu zugelassenen Pkw 2008 165 Gramm CO2 pro Kilometer in die Luft. Im ersten Quartal 2009 waren es 156 g/km pro neu zugelassenem Pkw. Diese Daten gab die Bundesregierung nun auf eine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen bekannt. Demnach ist auch der durchschnittliche Verbrauch bei den "Neuen" leicht zurückgegangen: Waren es 2008 noch 6,63 Liter auf 100 Kilometer, sank der Wert auf 6,34 l/100 km im ersten Quartal 2009. Im Jahr 2008 wurden insgesamt 3.044.327 neue Pkw in Deutschland zugelassen. Die Bundesregierung gab zudem an, dass in Deutschland 2008 insgesamt 6.464 Hybridfahrzeuge zugelassen wurden. Im ersten Quartal 2009 waren es 1.184 Autos.

Weitere CO2-Reduktion geplant

Die Grünen wollten noch mehr von der Bundesregierung wissen: Mit welchen Maßnahmen diese bis 2020 insgesamt 30,4 Millionen Tonnen CO2 einsparen will. Die Regierung will hier vor allem den CO2-Ausstoß im Verkehrsbereich senken. Sie sieht ein Potential von 17 Millionen Tonnen. Die Reduktion ist die Umsetzung einer EU-Verordnung. Nach dieser soll der CO2-Ausstoß von Neuwagen ab 2012 bis 2015 schrittweise auf 130 g/km gesenkt werden. Weitere Möglichkeiten sieht die Bundesregierung im Ausbau von Biokraftstoffen, das soll die Einsparung von 4,6 Millionen Tonnen bringen. Die Umstellung der Kfz-Steuer auf CO2-Basis soll für eine Reduktion um 3,1 Millionen Tonnen sorgen.

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