Leichte Zunahme bei der Zahl der Medizinisch-Psychologischen Untersuchungen

Die Zahl der Medizinisch-Psychologischen Gutachten in Deutschland ist im vergangenen Jahr leicht gestiegen. Insgesamt mussten sich 94.819 Personen nach Angaben der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) im Jahr 2013 im Rahmen einer Medizinisch-Psychologische Untersuchung (MPU) begutachten lassen. Das waren knapp ein Prozent mehr als im Vorjahr.
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Die MPU bietet die Chance, Zweifel an der Fahreignung auszuräumen und den Führerschein zurück zu erhalten. (© idless – www.fotolia.com)

In der Mehrheit der Begutachtungen (47.418) waren Alkoholfragestellungen Inhalt der Untersuchung. Hierbei verzeichnete die BASt einen leichten Rückgang. Eine Zunahme stellten die Statistiker hingegen bei den Untersuchungen auf Grund von Drogenfragestellungen (20.534) fest.

Von den insgesamt 94.819 im Jahr 2013 begutachteten Personen waren 57,5 Prozent „geeignet“ (2012: 55,8 Prozent), 35,9 Prozent ungeeignet (2012: 37,3 Prozent) und 6,7 Prozent (2012: 6,9 Prozent) wurden als „nachschulungsfähig“ eingestuft.

Wer unter Alkohol- oder Drogeneinfluss am Straßenverkehr teilnimmt, gefährdet sich und andere. Auch Fahrer, die sehr viele Punkte gesammelt haben, sind eine Gefahr. Die Gerichte oder kommunalen Behörden können solchen Verkehrsteilnehmern die Fahrerlaubnis entziehen. Die Begutachtungsstellen für Fahreignung bei den TÜV unterstützen Autofahrer beim Wiedererlangen der Fahrerlaubnis. Bestehen von Seiten der Führerscheinstelle Zweifel an der Kraftfahreignung, kann ein verkehrsmedizinisches Gutachten oder auch eine Medizinisch-Psychologische Untersuchung (MPU) angeordnet werden. Die MPU bietet die Chance, Zweifel an der Fahreignung auszuräumen und den Führerschein wieder zurück zu erhalten.

Der Verband der TÜV e. V. hatte im Herbst 2013 eine repräsentative Umfrage vom Umfragezentrum Bonn zum Image der MPU durchführen lassen. Das Ergebnis: Das Image der MPU ist sehr gut. Große Teile der Bevölkerung wünschen sich ein Instrument wie die MPU, um diejenigen Fahrer zu identifizieren, die nicht zu einer verantwortungsvollen Teilnahme im Straßenverkehr in der Lage sind. Die Mehrheit der Befragten sieht die MPU insbesondere für solche Fahrer als sinnvoll an, die mit Alkohol- und Drogendelikten im Straßenverkehr auffällig geworden waren.

Ansprechpartner

Referent Fahrerlaubnis, Begutachtung und Förderung der Fahreignung
T +49 30 760095-480