Gutes Wetter – gefährliche Straßen?

Zweirad Motorrad Verkehr
Zweirad (Fotolia)

Das Wetter spielt eine nicht unerhebliche Rolle bei der Sicherheit auf unseren Straßen. Klar: Bei Schnee und Glatteis wird es rutschig auf der Fahrbahn, bei Regen ebenfalls, bei Nebel ist die Sicht schlecht, bei Sturm drohen Bäume und Äste auf die Straße zu fallen.

Und bei gutem Wetter ist alles OK? Keineswegs, wie ein Blick in die Zahlen deutlich macht: Denn bei schönem Wetter steigt vielfach die Zahl der Verkehrsunfälle und auch der Getöteten und Verletzten.

Was zunächst paradox klingt, hört sich bei zweiter Betrachtung schon logischer an: Ist das Wetter gut, sind mehr Motorradfahrer unterwegs, die Zahl der Zweiradfahrer steigt insgesamt. Und damit leider auch die Zahl der schweren Unfälle mit tragischen Folgen. Womöglich sind auch Autofahrer unvorsichtiger bei gutem Wetter.

Dass ein Zusammenhang zwischen gutem Wetter und steigenden Verkehrstoten-Zahlen besteht, ist schon länger bekannt. Besonders deutlich wird dieser Zusammenhang durch die Verkehrsunfallstatistik für den Monat Februar 2014. Das Wetter in diesem Monat war überdurchschnittlich gut, die Zahl der Sonnenstunden und die Durchschnittstemperaturen lagen deutlich über dem Monatsdurchschnitt. Und die Zahl der Verkehrstoten stieg leider um fast 7 %. Auch die Zahl der Verletzten nahm im Vergleich zum Februar 2013 zu, sie stieg um fast 13 %. Allerdings sank die Zahl der Unfälle leicht um knapp 4 %.

Für die These, dass gutes Wetter zu mehr Verkehrstoten und Verletzten führt, da mehr Zweiradfahrer – insbesondere auf dem Motorrad – unterwegs sind, spricht auch die Zahl der Unfälle mit Personenschäden, diese stieg um über 14 %. Zweiradfahrer sind im Straßenverkehr besonders gefährdet.

Der VdTÜV plädiert eindringlich, dass alle Verkehrsteilnehmer ihre Fahrweise den Witterungsverhältnissen anpassen. Und besondere Vorsicht im Straßenverkehr ist nicht nur bei Schnee, Sturm und Glätte nötig, sondern auch bei gutem Wetter.

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