Zahl der Verkehrstoten sinkt auf niedrigsten Stand seit 1950

Erfreuliche Nachrichten aus Wiesbaden: Das Statistische Bundesamt teilte mit, dass die Zahl der Verkehrstoten 2008 erneut zurückgegangen ist. Auch der VdTÜV engagiert sich, den Straßenverkehr in Europa noch sicherer zu machen.
Die Zahl der Menschen, die bei Verkehrsunfällen getötet werden, gehen zurück. (Foto: Erich Kasten/pixelio)
Die Zahl der im Straßenverkehr Getöteten sinkt zwar, doch geschehen immer noch zu viele Unfälle mit schweren Folgen. Der VdTÜV stellte nun mehrere Forderungen auf, um die Zahlen weiter zu reduzieren. (Foto: Erich Kasten/pixelio)

4.467 Verkehrstote zählte das Statistische Bundesamt nach vorläufigen Zahlen 2008. Das ist der geringste Stand seit 1950, dem Jahr, in dem nach dem Zweiten Weltkrieg zum ersten Mal wieder Zahlen vorlagen. Der Trend zu weniger Verkehrstoten setzt sich bereits seit Jahren fort. Die Zahlen für 2008 bedeuten einen Rückgang um 9,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das sind 482 Tote weniger.

Auch weniger Verletzte

Auch die Zahl der im Straßenverkehr verletzten Personen sank 2008. Insgesamt registrierte das Statistische Bundesamt 407.900 Verletzte, das ist ein Rückgang um 5,5 Prozent gegenüber 2007. 2,28 Millionen Unfälle nahm die Polizei 2008 auf, auch hier ein Rückgang: Das waren 2,3 Prozent weniger als im Vorjahr. Davon waren 319.800 Unfälle mit Personenschaden, ein Minus von 4,8 Prozent.

Zunahme in Hamburg

Dennoch gab es auch Bundesländer, in denen die Zahl der Verkehrstoten stieg: Hamburg verzeichnete 2008 eine Zunahme von 30 Prozent, Sachsen-Anhalt von 4,7 Prozent, Rheinland-Pfalz von 3,2 Prozent und in Sachsen kamen 3 Prozent mehr im Straßenverkehr ums Leben. Die Rangliste der Rückgänge bei den Verkehrstoten führt Bremen an (-37 Prozent), gefolgt vom Saarland (-30 Prozent) und Bayern (-21 Prozent).

Stadtstaaten liegen unter dem Durchschnitt

Auf die Zahl der Einwohner bezogen, kamen 2008 pro einer Millionen Bürger 54 Personen im Straßenverkehr ums Leben. Deutlich unter diesem Durchschnitt liegen neben den Stadtstaaten auch Nordrhein-Westfalen und das Saarland. Weit darüber liegen Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Thüringen.

VdTÜV engagiert sich

Für eine Reduzierung der Zahl der Verkehrstoten engagiert sich auch der Verband der TÜV. Er gehörte 2004 zu den ersten Unterzeichnern der EU-Charta für Verkehrssicherheit, die sich zum Ziel gesetzt hat, die Zahl der Verkehrstoten in Europa bis zum Jahr 2010 zu halbieren.

Konkrete Maßnahmen

Wie sich der Verband konkret engagiert, erläutert Dr. Klaus Brüggemann, Geschäftsführendes Präsidiumsmitglied des VdTÜV: "Neben der traditionellen Verbandsarbeit in Sachen Fahrerverhalten haben wir z.B. mit dem „Fit to Drive Kongress“ vor vier Jahren ein internationales Treffen von Verkehrspsychologen und Verkehrsmedizinern ins Leben gerufen. Die Fachleute setzen sich damit auseinander, wie durch eine Verbesserung des Fahrerverhaltens die Verkehrssicherheit auf den Straßen Europas - aber auch weltweit - erhöht und die Zahl der Unfalltoten und Verletzten reduziert werden kann."

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