Fahrerassistenzsysteme ja, elektronische Gängelei am Steuer nein

Fahrerassistenzsysteme bringen dem Autofahrer mehr Sicherheit und Komfort, wenn sie ihn nicht zu sehr ablenken, überfordern oder ihn gar gängeln, so die Position von TÜV SÜD. Eine aktuelle Umfrage unter Autofahrern an TÜV SÜD Service-Centern in Sachsen zeigt: 96 Prozent der Befragten glauben, dass Assistenzsysteme das Fahren zumindest zum Teil sicherer machen. 48 Prozent sehen aber auch die Gefahr der Ablenkung. TÜV SÜD präsentierte die Ergebnisse der Umfrage auf der AMI in Leipzig.
Fahrerassistenzsysteme im Praxistest  Foto (C) TÜV SÜD AG
Fahrerassistenzsysteme im Praxistest Foto (C) TÜV SÜD AG

Fahrerassistenzsysteme bringen dem Autofahrer mehr Sicherheit und Komfort, wenn sie ihn nicht zu sehr ablenken, überfordern oder ihn gar gängeln, so die Position von TÜV SÜD. Eine aktuelle Umfrage unter Autofahrern an TÜV SÜD Service-Centern in Sachsen zeigt: 96 Prozent der Befragten glauben, dass Assistenzsysteme das Fahren zumindest zum Teil sicherer machen. 48 Prozent sehen aber auch die Gefahr der Ablenkung. TÜV SÜD präsentierte die Ergebnisse der Umfrage auf der AMI in Leipzig.

Was halten Sie davon, dass immer mehr Elektronik in moderne Autos Einzug hält? Auf diese Frage antworteten 1157 von 1844 Autofahrern: Finde ich gut! 42 Prozent der Befragten sind bereit, für einen Wagen auf dem neuesten Stand der Technik und Elektronik mehr Geld auszugeben. Den Fahrerassistenzsystemen wie Abstandsregeltempomat, Spurwechsel- oder Nachtsichtassistent bringen 60 Prozent der Befragten Skepsis entgegen: Sie zweifeln daran, dass die Systeme immer korrekt funktionieren.

„Die Umfrage zeigt, dass die Mehrheit der Autofahrer mehr Sicherheit durch mehr Elektronik durchaus begrüßt“, sagte Horst Schneider, Sprecher der Geschäftsführung der zur TÜV SÜD Gruppe gehörenden TÜV SÜD Auto Service GmbH. Die Weiterentwicklung technisch möglicher und sinnvoller Sicherheits- und Assistenzsysteme sei zu forcieren. Wenn überhaupt, dann sei nur mit Hilfe der Fahrerassistenzsysteme die Zielvorgabe der Europäischen Kommission zu erreichen, ausgehend von etwa 52.000 Verkehrstoten im EU-Gebiet im Jahr 2000 die Zahl bis 2010 zu halbieren.

Für die Interaktion zwischen Fahrer und elektronischem Helfer sind laut Schneider drei Faustregeln zu beachten: Das Assistenzsystem darf den Menschen am Steuer nicht zu sehr ablenken, die Bedienung darf ihn nicht überfordern und der Assistent darf nicht gängeln – sonst könnte der Fahrer mit Abschalten reagieren. TÜV SÜD trägt in Zusammenarbeit mit der Automobilindustrie zur Weiterentwicklung der Systeme bei. „Wir müssen auch versuchen, die Autofahrer stärker für die elektronische Ausstattung ihrer Fahrzeuge zu interessieren: Nur wer die Bedienungsanleitung des Wagens kennt, weiß, welche Assistenten im Falle eines Falles helfen“, so Schneider weiter.

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