European Road Safety Charter: VdTÜV verpflichtet sich erneut

25.000 Menschenleben retten - das ist das Ziel der Europäischen Verkehrssicherheitscharta. Bereits 2004 zählte der Verband der TÜV e.V. (VdTÜV) zu den Erstunterzeichnern in Dublin. Nun erneuert der Verband seine Selbstverpflichtung.
Der Wettbewerb für mehr Straßenverkehrssicherheit findet im Rahmen der Charta für Verkehrssicherheit statt.
Das Logo der European Road Safety Charter. Der VdTÜV erneuert nun seine Selbstverpflichtung. (Bild: EU)

Die europäische Verkehrssicherheitscharta ist eine Plattform, der Unternehmen, Verbände, Forschungseinrichtungen und Behörden angehören. Die Akteure haben sich freiwillig dazu verpflichtet, konkrete Maßnahmen zu ergreifen und ihre guten Praktiken weiterzugeben, um die Straßenverkehrssicherheitsprobleme in der Gemeinschaft zu lösen. Ziel der Charta ist es, zur Reduzierung der Zahl der Todesopfer im Straßenverkehr beizutragen. Die Charta hat bereits mehr als 1.450 Unterzeichner.

VdTÜV verpflichtet sich

Nach fünf Jahren war es nun für den VdTÜV an der Zeit, seine Selbstverpflichtung kritisch unter die Lupe zu nehmen und zu erneuern. Der Verband hat sich stellvertretend für seine Mitglieder neu verpflichtet, einen Beitrag zu leisten, Europas Straßen sicherer zu machen. Dazu gab der Verband in Brüssel seine Verpflichtungserklärung ab. Sie beinhaltet die konkreten Maßnahmen, die der VdTÜV ergreift. Dazu zählen insgesamt sechs Punkte.

Weiterentwicklung der Hauptuntersuchung

  1. Der VdTÜV setzt sich für die Weiterentwicklung der Hauptuntersuchung ein. Sie soll um die Prüfung elektronischer Systeme erweitert werden. Dabei soll geprüft werden, ob die ab Werk eingebauten Systemkomponenten vorhanden und deren Teile zulässig sind.

Prüfung am PC

  1. Der VdTÜV arbeitet mit seinen Mitgliedern und Behörden daran, die theoretische Fahrerlaubnisprüfung zu optimieren. In einem ersten Schritt findet diese nun als PC-Prüfung statt, der Papier-Bogen hat ausgedient. Künftig wird der Verband sich auch engagieren, neue multimediale Formate in die Prüfung einzubinden. Sie bieten die Möglichkeit, verstärkt Kompetenzen zu überprüfen, die bei der Reduzierung von Verkehrsunfällen wichtig sind.

Sicherer Busbetrieb

  1. Der VdTÜV wird das Systemzertifikat "Sicherheit im Busbetrieb" weiter ausbauen. Unabhängige Dritte überprüfen dabei mit Hilfe eines Kriterienkatalogs regelmäßig die drei Säulen der Sicherheit "Unternehmen/Organisation", "Fahrer" und "Fahrzeug" bei Busunternehmen, die sich freiwillig zertifizieren lassen wollen. Seit 2009 haben auch Unternehmen im Kranken- und Behindertentransport die Möglichkeit, sich zertifizieren zu lassen. Das Projekt, das von den Verbandsmitgliedern und Partnerunternehmen umgesetzt wird, ist ein aktiver Beitrag zur Steigerung der Verkehrssicherheit.

Sichere Kleintransporter

  1. Das Drei-Säulen-Prinzip soll auch bei Kleintransportern Anwendung finden: Die Mitglieder und Partnerunternehmen des VdTÜV wollen künftig Transport- und Logistikunternehmen eine freiwillige Zertifizierung für den Bereich Kleintransporte anbieten. Dabei werden auch der Einsatz moderner aktiver Sicherheitssysteme und die kontinuierliche Fahrerqualifizierung überprüft.

Sachverständigentag

  1. Der VdTÜV führt in seiner Veranstaltungsreihe "Sachverständigentag" die wichtigsten Experten zu den Themen "Fahrzeugüberwachung", "Fahrzeugtechnik" und "Fahrzeugführung" zusammen. Dieser Erfahrungsaustausch bietet die Möglichkeit, Innovationen und sicherheitsrelevante Technik sowie Schulungsmethoden zu verbreiten und auszutauschen. An der Veranstaltung nehmen auch Vertreter aus Wissenschaft, Industrie und Politik teil. Der nächste Sachverständigentag findet am 1. und 2. März 2010 in Berlin statt.

Fit to Drive

  1. Die Kongressreihe "Fit to Drive" ist ein weiteres Engagement des VdTÜV und seiner Partnerunternehmen für mehr Verkehrssicherheit. Er dient als Forum, auf dem europäische Entwicklungsperspektiven individueller Fahreignungsförderung behandelt werden. Im Zusammenwirken internationaler Kompetenzen sollen Bausteine für ein europäisches System entwickelt werden. Der nächste Fit to Drive-Kongress findet 2011 in den Niederlanden statt.

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