TÜV SÜD erfolgreich in der Türkei tätig

Es ist eine Erfolgsgeschichte: Der TÜV SÜD baute über sein Tochterunternehmen TÜVTURK eine verlässliche Prüfung von Fahrzeugen in der Türkei auf. Das sorgt für mehr Sicherheit auf den Straßen des Landes.
Ein Erfolgsmodell ist die Prüfung von Fahrzeugen in der Türkei durch den TÜVTURK. (Foto: TÜV SÜD)
Ein Erfolgsmodell ist die Prüfung von Fahrzeugen in der Türkei durch den TÜVTURK. (Foto: TÜV SÜD)

Beeindruckende Zahlen liefert der TÜV SÜD aus der Türkei: Das größte internationale Projekt des Konzerns, der TÜVTURK, ist erfolgreich gestartet. 2200 neue Arbeitsplätze, ein Netz von 189 Prüfstationen und Investititonen von mehr als 630 Millionen Euro - das sind die Eckdaten zum Ende der Aufbauphase eines verlässlichen Systems von Kfz-Hauptuntersuchungen in der Türkei.

Mehr Sicherheit auf den Straßen der Türkei

Durch die regelmäßige Prüfung der Fahrzeuge in der Türkei soll mehr Sicherheit auf den Straßen des Landes erreicht werden. Das TÜVTURK-Konsortium, paritätisch bestehend aus TÜV SÜD, dem türkischen Mischkonzern Dogus Grubu und dem Infrastrukturspezialisten AKFEN, rechnet mit Umsätzen in Höhe von elf Milliarden Euro über die 20-jährige Vertragslaufzeit. Die Gewinnschwelle soll bereits in den nächsten Jahren erreicht werden. Von der gesamten Investitionssumme flossen 409 Millionen Euro in den Erwerb der Konzession für die Fahrzeuginspektionen. Die restlichen 224 Millionen Euro entfielen auf den Aufbau von Service-Centern sowie die Rekrutierung und Ausbildung von administrativ und technisch tätigem Personal.

Meilenstein der Internationalisierung

Das Engagement des TÜV SÜD in der Türkei ist für das Unternehmen auch ein wichtiger Schritt in Richtung einer weiteren Internationlisierung: „TÜV SÜD will schon bald ein Drittel des Konzernumsatzes im Ausland erwirtschaften – das TÜVTURK-Projekt spielt bei der Internationalisierung eine bedeutende Rolle“, sagt Dr.-Ing. Axel Stepken, Vorstandsvorsitzender der TÜV SÜD AG.

Klare Entscheidung für TÜVTURK

Den Grundstein für das Projekt legte die türkische Regierung 2004: Sie beschloss, die periodische Fahrzeuguntersuchung zu privatisieren. Die damalige Regierung wollte sich bei der Verkehrssicherheit und im Umweltschutz europäischen Standards annähern. Dazu wurde die Konzessionsvergabe international ausgeschrieben. Das Konsortium TÜVTURK setzte sich im Dezember 2004 gegen elf potenzielle Mitbewerber durch. „Für TÜV SÜD sprachen die sicherheitstechnische Expertise, der hohe Qualitätsstandard und die Reputation in einem Land, in dem wir lange Erfahrung besitzen“, untermauert Stepken die Vergabeentscheidung der türkischen Regierung.

183 Prüfstationen bereits Ende 2008 in Betrieb

Danach folgte allerdings ein Gerichtsstreit, da die türkische Ingenieurkammer gegen die Privatisierung aus formalen Gründen geklagt hatte. Das Gericht entschied zu Gunsten des TÜVTURK, 2007 begann die Aufbauphase. Bereits ein halbes Jahr nach Vertragsunterzeichnung mit der Privatisierungsbehörde erhielt das erste türkische Fahrzeug eine Prüfplakette – Ende 2008 waren bereits 183 Prüfstationen in Betrieb und nahezu zwei Millionen Fahrzeuge untersucht. Die 81 mobilen Einheiten versorgen vor allem dünn besiedelte Regionen. Für 2009, dem ersten vollen Geschäftsjahr, rechnet TÜVTURK mit 4,8 Millionen Kfz-Hauptuntersuchungen.

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