Das war die TÜV® Mobility Conference 2018!

Am 18. und 19. April 2018 richtete der TÜV-Verband (VdTÜV e.V.) die erste Mobility Conference im Café Moskau in Berlin aus. Mit Vertretern aus Politik, Mobilitätsindustrie, Digitalwirtschaft, Start-Ups und Wissenschaft diskutierten der VdTÜV und die TÜV-Unternehmen über die Zukunft der Mobilität. Über 200 Teilnehmer aus der Automobil- und Technologiebranche tauschten sich zu vier Themenfeldern über die Zukunft der Mobilität auf der Konferenz aus: Automatisierung, Vernetzung, Nachhaltigkeit und Multimodalität. Zahlreiche Fragen zur IT-Sicherheit, zur Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Automobilbranche und zu dem Einsatz von künstlicher Intelligenz in der Mobilität regten die Diskussionen auf dem Podium und in den Workshops an.
TÜVMobiCon-2018-Plenum
© Thomas Rosenthal/ VdTÜV e.V.

Eröffnet wurde die Konferenz mit einem politischen Abend. Prof. Dr. Axel Stepken, Präsident des VdTÜV, berichtete eingangs über die aktuelle Mobility Studie, die kurz zuvor der Digitalverband Bitkom und der VdTÜV in einer gemeinsamen Pressekonferenz in Berlin vorgestellt hatten. In der anschließenden Podiumsdiskussion diskutierten die Vertreter der Bundestagsfraktionen über die Zukunft des Mobilitätsstandortes Deutschland und die politischen Rahmenbedingungen. Die Aufgaben für eine künftige Verkehrspolitik sind groß. Vor allem die Verkehrsträger Straße und Schiene sollen stärker in intermodale Mobilitäts- und Logistikkonzepte eingebunden und der Verkehr generell auf umweltfreundlichere Verkehrsträger verlagert werden.

Den Konferenztag eröffnete Dr. Dirk Stenkamp, Vize-Präsident des VdTÜV. Dr. Stenkamp skizzierte den Rahmen der TÜV Mobility Conference. Unsere Gesellschaft, so Stenkamp, sei bereit für Innovationen, aber die Menschen wollen in die Sicherheit der neuen Technik vertrauen können. Bei neuen Produkten muss Sicherheit künftig bereits in einem früheren Entwicklungsprozess implementiert werden und sie muss einer permanenten Veränderung, z.B. durch Software-Updates, Rechnung tragen. Ein Highlight der Konferenz war der Auftritt von Professor Udo di Fabio, Leiter der Ethikkommission Automatisiertes Fahren der Bundesregierung. Neben ethischen Fragen bei Unfallsituationen von autonomen Fahrzeugen ging es der Kommission um die Nutzung von Daten. Angesichts der gigantischen Menge an Daten, die beim automatisierten Fahren generiert werden, so Professor di Fabio, bedarf es klarer Regeln an die Transparenz und Identifizierbarkeit der Daten und Prozesse zur Ausübung des Verfügungsrechts durch den Fahrzeugfahrer. Denkbar hierfür wären neutrale Dritte, die das nötige Vertrauen in der Bevölkerung genießen – ein Datentreuhänder.

Der Vertreter der EU-Kommission, Dr. Rolf Diemer, unterstrich in seiner Rede die Bedeutung nachhaltiger Mobilität. Der multimodale Ansatz ist hierbei einer der wichtigsten, wirtschaftlich rationalen Ansätze, reale und echte Alternativen zur Nutzung von Auto, Flugzeug und Lkw zu finden und die Potenziale aller Verkehrsträger von Bahn bis Fahrrad auszunutzen.

In den anschließenden Workshops mit jungen Berliner Unternehmen wie Birds on Mars, White Octopus und German Auto Lab diskutierten die Teilnehmer detaillierter über Fragen zu den Themen Elektromobilität, automatisiertes Fahren, die Verkehrswende und die digitale Transformation in der Mobilität.

Nach 1,5 Tagen intensiven Diskussionen und viel Input zur Zukunft der Mobilität genossen die Teilnehmer den Blick auf den Berliner Fernsehturm bei sommerlichen Temperaturen und planten bereits die Fortsetzung der Konferenzreihe im nächsten Jahr.

Leiter des Geschäftsbereichs Fahrzeug und Mobilität
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