Die AU-Plakette hat ausgedient

Die AU-Plakette wird seit dem 1. Januar 2010 nicht mehr auf das vordere Kfz-Kennzeichen geklebt. Doch die AU verschwindet nicht, sie wird nur fester Bestandteil der Hauptuntersuchung (HU). Und Autofahrer, die noch mit einer gelben Plakette unterwegs sind, sollten schnellstens zur TÜV-Station.
Hauptuntersuchung (©TÜV SÜD)
©TÜV SÜD (HU)

Fast 25 Jahre klebte auch auf dem vorderen Kfz-Kennzeichen eine sechseckige Plakette. Sie bescheinigte zunächst das Bestehen der Abgassonderuntersuchung (ASU) und seit 1993 der Abgasuntersuchung. Doch nun ist Schluss: Die Plakette wird seit dem 1. Januar 2010 nicht mehr aufgeklebt. Denn die AU ist nun ein fester Bestandteil der Hauptuntersuchung (HU) und bedarf nicht mehr einer gesonderten Bescheinigung auf dem Kennzeichen. Die HU-Plakette am hinteren Kennzeichen bescheinigt jetzt zugleich auch das Bestehen der AU. Die Umstellung ist geregelt durch den Paragrafen 47a der Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO).

Auch rückwirkend keine AU-Plakette

Auf einen Sonderfall sind die TÜV vorbereitet: Versäumte ein Halter, sein Fahrzeug 2009 zur HU zu bringen und kommt erst 2010 an die TÜV-Station, muss die HU-Plakette auf den eigentlich fälligen Termin in 2009 zurückdatiert werden. Aber auch dann gibt es keine AU-Plakette mehr. Die letzten AU-Plaketten sind grün. Sie sind gültig bis 2012 - an den Fahrzeugen, die 2009 als Neufahrzeuge angemeldet wurden.

Was geschieht mit den alten Plaketten?

Wer ab 2010 mit seinem Auto zur HU muss, dem entfernen die Prüfingenieure die alte AU-Plakette am vorderen Kennzeichen. Damit die Schilder nicht darunter leiden, überkleben sie die alten Plaketten mit einer weißen Blankoplakette. Unter dem Strich bedeutet die neue Vorgehensweise, die der Gesetzgeber vorsieht, eine Vereinfachung.

Gelbe Plakette hat ausgedient

Die Plaketten geben auf Grund ihrer Farbgebung auch Aufschluss über das Jahr der Fälligkeit der HU. Wer jetzt noch mit einer gelben Plakette unterwegs ist, sollte schnellstens zur TÜV-Station. Denn die gelben Plaketten mit der 09 in der Mitte sind jetzt ungültig. Bei Überschreitung des HU-Termins kann eine Verwarnung durch die Polizei teuer werden: Zwischen zwei und vier Monaten Überschreitung sind 15 Euro fällig, zwischen vier und acht 25 Euro und darüber 40 Euro sowie zwei Punkte in Flensburg.

Untersuchung ändert sich nicht

Für eine Schonung der Umwelt sorgt die Abgasuntersuchung weiterhin: Denn das Prüfverfahren bleibt bestehen. Das heißt Ottomotoren mit und ohne Katalysator, Diesemotoren oder auch Motoren mit elektronischer "On Board Diagnose" (OBD) müssen die festegelegten Abgas- und Schadstoffnormen einhalten.

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