BASt-Statistik 2012: MPU-Zahlen weiter rückläufig

Im Jahr 2012 gab es insgesamt fünf Prozent weniger Medizinisch-Psychologische Untersuchungen (MPU) als 2011 (7 Prozent weniger als 2010). Dies ergab die MPU-Statistik der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt). Der häufigste Grund ist nach wie vor die Alkoholauffälligkeit mit 48.217 Untersuchungen, über der Hälfte aller Fälle.
MPU Führerschein © Knipserin – fotolia.com
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Allein 28 Prozent der zu begutachtenden Personen wurde erstmalig mit Alkohol auffällig. Die zweitgrößte Gruppe bilden die auffällig gewordenen Personen durch den Konsum von „Drogen und Medikamenten“ mit 21 Prozent der Untersuchungen, gefolgt von „Verkehrsauffälligkeiten ohne Alkohol“ (17 Prozent) wie beispielsweise erhebliche Geschwindigkeits-verstöße. Insgesamt belief sich 2012 die Zahl der MPU auf 94.176 in Deutschland.

Die MPU-Ergebnisse wiesen kaum Veränderungen gegenüber dem Vorjahr auf: Rund 56 Prozent aller begutachteten Personen wurden als “geeignet“, 37 Prozent  als „ungeeignet“ eingestuft und knapp 7 Prozent wurde eine Nachschulung empfohlen.

Das MPU-Gutachten dient der Straßenverkehrsbehörde als psychologische und medizinische Grundlage für die Entscheidung, ob eine Person die Fahrerlaubnis zurückerhalten kann oder nicht. Die MPU bietet Betroffenen die Chance, durch den Nachweis langfristig wirksamer Verhaltensänderungen, wieder sicher am Straßenverkehr teilnehmen zu können.

TÜV-Unternehmen als Träger von Begutachtungsstellen für Fahreignung (MPU-Stellen) erstellen diese MPU-Gutachten seit vielen Jahren und leisten damit einen wertvollen Beitrag zur Verkehrssicherheit und individuellen Mobilität.

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