Auf Herz und Nieren: Das GS-Zeichen / VdTÜV und TÜV Thüringen veranstalten Praxistag in einer GS-Prüfstelle

erlin/ Erfurt/ Arnstadt 13.6.2008. Die drohende Abschaffung des GS-Zeichens bedeutet ein erhebliches Sicherheitsrisiko für Verbraucher, lautet die zentrale Botschaft des 1. VdTÜV-Praxistages beim TÜV Thüringen in Arnstadt. Anlass zur Sorge bietet der aktuelle Vorschlag der EU-Kommission zur Novellierung der Spielzeugrichtlinie. „Dass ausgerechnet bei den Produkten für Kinder künftig eine GS-Prüfung verboten werden soll, halten wir für unverantwortlich“, erklärt Dr. Klaus Brüggemann, Präsidiumsmitglied des Verbandes der TÜV e.V (VdTÜV). Das GS-Zeichen leistet einen unverzichtbaren Beitrag zum Verbraucherschutz. „In unserer GS-Prüfstelle haben wir festgestellt, dass viele Produkte die anspruchsvolle Prüfung erst im zweiten Anlauf bestehen“, so Bernd Moser, Vorstandsvorsitzender des TÜV Thüringen. Diese Produkte wären einfach auf den Markt gelangt, ohne dass die Gefahren bekannt gewesen wären. „Auch eine noch so starke Marktaufsicht hätte Mühe gehabt, sie aufzuspüren“, so Moser.

Berlin/ Erfurt/ Arnstadt 13.6.2008. Die drohende Abschaffung des GS-Zeichens bedeutet ein erhebliches Sicherheitsrisiko für Verbraucher, lautet die zentrale Botschaft des 1. VdTÜV-Praxistages beim TÜV Thüringen in Arnstadt. Anlass zur Sorge bietet der aktuelle Vorschlag der EU-Kommission zur Novellierung der Spielzeugrichtlinie. „Dass ausgerechnet bei den Produkten für Kinder künftig eine GS-Prüfung verboten werden soll, halten wir für unverantwortlich“, erklärt Dr. Klaus Brüggemann, Präsidiumsmitglied des Verbandes der TÜV e.V (VdTÜV).

Das GS-Zeichen leistet einen unverzichtbaren Beitrag zum Verbraucherschutz. „In unserer GS-Prüfstelle haben wir festgestellt, dass viele Produkte die anspruchsvolle Prüfung erst im zweiten Anlauf bestehen“, so Bernd Moser, Vorstandsvorsitzender des TÜV Thüringen. Diese Produkte wären einfach auf den Markt gelangt, ohne dass die Gefahren bekannt gewesen wären. „Auch eine noch so starke Marktaufsicht hätte Mühe gehabt, sie aufzuspüren“, so Moser.

Eine deutliche Absage erteilen Dr. Klaus Brüggemann und Bernd Moser wiederholten Bestrebungen der EU-Kommission, die CE-Kennzeichnung zu einem Sicherheitszeichen umzuinterpretieren. Die CE-Kennzeichnung beruht auf einer reinen Selbsterklärung des Herstellers über die Einhaltung europäischer Richtlinien und richtet sich nicht an Verbraucher. Sie kann die GS-Prüfung allein deswegen nicht ersetzen, da das GS-Zeichen auf Grundlage des strengeren Geräte- und Produktsicherheitsgesetzes (GPSG) vergeben wird und die Produktprüfung grundsätzlich in Form einer Baumusterprüfung sowie einer regelmäßigen Fertigungsstättenüberwachung von einem neutralen Dritten vorgenommen wird.

Nicht nachvollziehbar ist für den VdTÜV und den TÜV Thüringen, dass weder die Empfehlungen des EU-Parlaments, noch die Ergebnisse der öffentlichen Diskussion um die Sicherheit von Kinderspielzeugen im Kommissionsentwurf berücksichtigt wurden. „Mit dem Verbot des GS-Zeichens neben der CE-Kennzeichnung auf Kinderspielzeug setzt sich die EU-Kommission über das Votum der EU-Abgeordneten, Verbraucherschützer und Experten für Produktsicherheit hinweg,“ so Dr. Brüggemann.

Auf dem VdTÜV-Praxistag in Arnstadt haben Abgeordnete aus EU-Parlament, Bundestag und Landtag sowie Behördenvertreter die Gelegenheit, „live“ bei verschiedenen GS-Prüfungen im Labor dabei zu sein und anschließend mit Experten über alle Fragen der Produktsicherheit zu diskutieren.

Der Praxistag findet in der Prüfstelle für Gerätesicherheit des TÜV Thüringen, am Standort Arnstadt statt. Die Prüfstelle verfügt dort über verschiedene spezialisierte Laborräume, um mechanische, elektrische und chemische Eigenschaften von Produkten untersuchen zu können. Besonders stark nachgefragt und ausgebaut ist die Kompetenz der Prüfstelle in den Themen Sport, Spiel und Freizeit. In diesen Bereich gehören neben Spielzeug auch Sportgeräte, Spielplätze und Wasserrutschen. Andere häufig angefragte Produkte sind Möbel, elektrische Geräte, Maschinen sowie Erzeugnisse für Säuglinge und Kleinkinder.

Bei den über 1000 Prüfungen pro Jahr, die in der Prüfstelle oder beim Kunden vor Ort durchgeführt werden, fallen rund 20 Prozent der zur Prüfung vorgestellten Produkte im ersten Versuch durch. Die Hälfte davon absolviert nach Nachbesserungen die Prüfung, ein Zehntel aller Bewerber bestehen überhaupt nicht. Allein diese Zahlen verdeutlichen die Notwendigkeit einer unabhängigen Produktprüfung, um den Endverbraucher vor Schaden zu bewahren.